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Der Flamenco - woher kommt der Flamenco?


Flamenco - der Feuertanz im Aufwind

Für mitteleuropäische Ohren und Augen ist der Flamenco oft befremdlich und exotisch. Einzelne Töne der Musik wiederholen sich immer wieder, die Gleittöne und Tonhöhen des Flamenco sind in der westlichen Musikwelt eher unbekannt.

Der Tanz ist nicht leichtfüßig und schwebend, sondern bodenständig und ausdrucksstark. Ein Flamencotänzer stampft rhythmisch mit dem Fuß und lässt die Arme bis in die Fingerspitzen von Wellen und Schwingungen tragen.

Flämische Flammen flüchtender Bauern

Flamenco

Woher der Flamenco seinen Namen hat, kann niemand mit Sicherheit sagen. Die einen erzählen sich, er bedeute flämisch. Als 1517 der niederländische Karl V. mit seinem Gefolge lautstark nach Spanien kam, waren die steifen Kastilier verstört und beschimpften die Eindringlinge als Flamencos. Später wurde der Begriff auf die ungestüme Musik der Zigeuner übertragen.

Andere betrachten Flamenco als Verballhornung des arabischen Wortes Felag Mengu, welches flüchtiger Bauer bedeutet. Auch das passt, denn der Flamenco wird oft mit umherziehenden Zigeunern in Verbindung gebracht.

Natürlich kann Flamenco auch vom deutschen Flamme abstammen, einem Wort, das ebenso für Hitze und Leidenschaft steht wie die Flammen. Genauso gut ist es möglich, dass die Menschen die strengen, graziösen Bewegungen des Tanzes mit denen eines Flamingos verglichen.

Der Flamenco in der Geschichte

Flamenco

Die ersten Spuren des Flamencos wurden im achtzehnten Jahrhundert gesetzt. Damals gab es lediglich den Gesang, der vom Klatschen der Hände unterstützt wurde. Zwischen 1869 und 1910 erlebte der Flamenco seine Hochphase. Er war Gast in den Zahlreichen Musik-Cafés, den sogenannten Cafés Cantantes.

Über die Jahre verlor der Flamenco aber an Popularität. Erst kürzlich entdeckte die Welt das Feuer des Flamencos wieder. Heute ist die Flamencomusik eine Mischung aus Jazz, Salsa sowie Bossa Nova und paart sich mit Volks- oder Rockmusikelementen. Gruppen wie Pata Negra und Ketama gehörten zu den ersten, die mit ihrem neuen Flamenco Erfolg hatten. Der Flamencosänger Enrique Morente kombiniert die alten, orthodoxen Flamencomelodien mit symphonischen Elementen und verwendet Verse von Poeten wie Antonio Machado, Miguel Hernandez oder Juan de la Cruz.

Honda, Chico und Duende

Den Flamenco kann man nach seiner Geschwindigkeit und seinem Temperament einordnen. Da gibt es einerseits den Cante Honda, den inneren Gesang. Dies ist die am engsten mit den Zigeunern verknüpfte Gesangsform. Dem gegenüber steht der Cante Chico, die spritzigere, schnellere, fröhlichere Variante.

Heutzutage ist der Flamenco vielerorts zu einem Produkt verkommen, dass den Touristen vorgeführt wird, weil es so herrlich spanisch ist. Der wahren Flamenco lebt aber von dem gewissen Etwas, dem Duende. Das ist eine Art Geist, ein Dämon, der dem Flamenco seine Wildheit und Leidenschaft verpasst. Ohne ihn ist der Flamenco einfach ein Tanz wie jeder andere.


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