Anzeigen
Spanien-Infos
Spanien Urlaub + Reise
Spanien Immobilien
Anzeigen
Service
Auswandern
Die Geschichte Andalusiens , Politik in Andalusien


Andalusien: Politik und Geschichte



Lange bevor Urlauber aus aller Welt ab den 50er Jahren den schmalen Streifen zwischen Gebirge, das den größten Teil Andalusiens einnimmt, und Meer okkupierten, war Andalusien ein Schmelztiegel der Kulturen. Im letzten vorchristlichen Jahrtausend liefen phönizische, griechische und karthagische Schiffe die Küste an, im späten 3. Jahrhundert vor Christus war Andalusien Einfallstor der Römer, die diese Region wie keine andere Spaniens prägten.

711 kamen die Araber beziehungsweise Mauren, die Teile des Nordens schon im 8./9. Jahrhundert räumen mussten. Andalusiens Reconquista begann aber erst 1212, ihre letzte Hochburg Granada verloren die Araber erst 1492, in dem Jahr, in dem Kolumbus nach Amerika segelte.

 In der Bevölkerung fließt viel arabisches Blut, und nirgends sonst in Spanien leben so viele Gitanos.

Andalusien: Gewerkschaften, Agrarreform, Nelkenrevolution



Um die häufigen Aufstände zu unterdrücken, wurde 1843 die Guardia Civil gegründet. Sie verhinderte nicht, dass sich zahlreiche Arbeiter vom späten 19. Jahrhundert an anarchistischen Lehren zuwandten, streikten, Felder anzündeten. Die anarchistische Gewerkschaft CNT rekrutierte hier zeitweise weit mehr Mitglieder als die sozialistische UGT.

Die Republikaner versprachen eine Agrarreform. Aber erst nach langem Tauziehen zwischen den republikanischen Parteien wurde das Gesetz, das die Enteignung von Großgrundbesitz und seine Umverteilung an einzelne Arbeiter oder
Arbeiterzusammenschlüsse vorsah, 1932 verabschiedet. Es fand jedoch kaum Anwendung: Die Rechte gewann die 1933er Parlamentswahlen nicht zuletzt, weil die Anarchisten den Urnen fern blieben.

Die Volksfront fand nach ihrem Wahlsieg von 1936 kaum noch Zeit für Veränderungen. Zwar wurde in einzelnen Dörfern der Anarchismus als Leben in einer abgeschiedenen, von der Außenwelt abgeschnittenen Dorfgemeinschaft ohne herkömmliche Machtstrukturen ausgerufen, der Bürgerkrieg machte dann jedoch alles zunichte.

 

Nach Francos Tod wurde die Agrarfrage wieder akut. Die Besitzverhältnisse auf dem Lande hatten sich seit den 30er Jahren wenig verändert, gewerkschaftlichen Angaben zufolge besaßen in den 70er Jahren 4 Prozent der Landeigentümer immerhin 52 Prozent des Bodens. Angeregt nicht zuletzt durch Südportugals Landreform nach der 1974er "Nelkenrevolution" schritten auch in Andalusien Tagelöhner zur Besetzung größerer Güter. Die Regierung reagierte 1984 mit einem Gesetz der Agrarreform in Andalusien.

Landwirtschaft und Bodennutzung




Entgegen den Vorstellungen der Landarbeitergewerkschaft in den 70er Jahren läuft es jedoch nicht auf einen Wandel der Besitz- und Produktionsverhältnisse hinaus. Vorrangiges Ziel ist eine an agrartechnischen und sozialen Kriterien orientierte Verbesserung der Bodennutzung, die für Investitionen und mehr Beschäftigung sorgen soll. Das soziale Problem auf dem Lande führt die Einleitung zum Gesetz darauf zurück, dass große Latifundienbesitzer trotz mancher Modernisierung ihren Boden nicht optimal nutzten, um bei minimalem Unternehmerrisiko Gewinn zu erzielen.

 

Das Gesetz sieht vor, dass Andalusiens Institut der Agrarreform für eine jede Gegend Sollwerte für die Produktion je Hektar und für die Zahl der Beschäftigten festlegt. Man will etwa vermeiden, dass in einem Bewässerungsgebiet nur Oliven angebaut werden. Landbesitzern, die die Sollwerte nicht erreichen, drohen Sanktionen angefangen von einer Strafsteuer bis zum Fall der Enteignung. Mag sein, dass das Gesetz zur Modernisierung der Landwirtschaft beigetragen hat.

 

Die sozialen Probleme auf dem Lande scheint es nicht gelöst zu haben. Indes versucht die Regierung, die industrielle Entwicklung der Region zu fördern. Mit hohen Subventionen will sie ausländische Investoren anlocken. Starke Impulse erhielt Andalusien freilich auch durch die Weltausstellung Expo '92 in Sevilla. Im Eiltempo wurde ein für die Region beispielloses Programm des Ausbaus der Infrastruktur realisiert. 10 Jahre später ließ sich feststellen, dass der Expo-Effekt nicht allzu lange angehalten hat. Aber dessen unbenommen gehört Sevilla sicherlich zu den sehenswertesten spanischen Metropolen.



 Druckversion
Neues & Aktuelles
Anzeigen


Partner


Empfehlungen
Tipp

Marriott Hotels

Berlin, das Herz des modernen Deutschlands, mischt seine einzigartige historische Fassade mit atemberaubender moderner Architektur. Buchen Sie ein Marriott Hotel in Berlin und genießen Sie diese unglaubliche Stadt, die niemals enttäuscht.

Als ganzjähriger Spielplatz und zollfreies Shopping-Paradies hat sich Dubai zu einem bei Geschäfts- und Urlaubsreisenden beliebten Reiseziel entwickelt. Wenn Sie ein Hotel in Dubai buchen, können Sie dieses beeindruckende Zeugnis menschlicher Erfindungsgabe erkunden.

Hamburg ist nach Berlin die zweitgrößte Stadt in Deutschland. Buchen Sie ein Marriott Hotel in Hamburg, um Ihre historischen Straßen zu genießen, die Sie drei Fluße entlang spazierengehen lassen.

Die majestätische Insel Mallorca ist der Favorit unter deutschen Urlaubern, die die Schönheit, Ruhe und den Charme Mallorcas schätzen. Machen Sie Urlaub in einem Marriott Hotel in Mallorca und genießen Sie eines der glamourösesten Mittelmeer-Reiseziele.

Die unangefochtene Hauptstadt der Romantik Paris ist bereit Sie zu verführen. Ob Sie geschäftlich oder zum Vergnügen zu Besuch sind, wenn Sie ein Marriott Hotel in Paris buchen, wird diese Stadt Sie mit ihrem unvergleichlichen Charme in Versuchung führen.