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Das Hinterland der Costa del Azahar


Das Hinterland der Costa del Azahar

Nicht nur die eigentliche Costa del Azahar, sondern auch das Land hinter der Küste hält für den Besucher Überraschungen bereit. Jedes Dorf, ob groß oder klein hat etwas Besonderes zu bieten: hier ist es ein Gotteshaus, dort ein Zivilbau oder ein Landschaftspunkt.

Da sich ein Netz guter Land- und Ortsstraßen über die Provinz Castellón zieht, kann man auch das entlegenste Dorf problemlos erreichen. Damit der Leser aber eine bessere Übersicht hat, werden die Städte hier nach Zonen geordnet beziehungsweise interessante Touristenrouten angeführt.

Besonders lohnenswert ist eine Fahrt zu der Gegend Els Ports, deren Mittelpunkt das historische Festungsstädtchen Morella ist, von wo man andere kleinere, aber deshalb nicht weniger interessante Orte aufsuchen kann.

Das 106 km von Castellón entfernte Morella ist auf einem Felsen erbaut, der die Form eines stumpfen Kegels hat. In den 10 m hohen und 2,5 km langen Stadtwällen öffnen sich sechs Zugangstore, von denen die Tore San Miguel und San Mateo hervorzuheben sind.

Morella, Cati, Albocacer, La Avella, Benasal, Villafranca

Wenn man durch diese starken Stadtmauern Morella betritt, ist es, als wenn man ins Mittelalter zurückversetzt würde. Das Städtchen hat seine vor Jahrhunderten entstandene Baustruktur und Straßenanlage bewahrt und schmückt sich mit stolzen Bauwerken. Genannt seien das gotische Kloster San Francisco, die gut erhaltene Basilika Santa María la Mayor im romanischgotischen Stil, das Rathaus, die Häuser der Familien Piquer und Ciurana sowie das Haus des Kardinals Ram (es gehört der Provinzdeputation und ist in einen Gasthof umgewandelt).

Wer auf der Nationalstraße 232 (Vinarós-Vitoria) nach Morella fährt, sieht vor sich ein einmaliges Bild: das Städtchen windet sich auf Stufen in die Höhe bis zu den Ruinen der Burg, die von vergangenen Kriegsereignissen kündet. An der genannten Straße trifft man, bevor man Morella erreicht, auf die Wallfahrtskirche Virgen de Vallivana, die einen Vorgeschmack auf die ästhetischen Genüsse gibt, die Morella später in seinen Mauem bietet. In der Stadt sollte man die bis dahin erprobten Meeresgerichte vergessen und sich den kräftigen lokalen Spezialitäten zuwenden, denen Trüffel beigegeben werden. Auch das örtliche Textilhandwerk sollte man kennenlernen, das in Morella seit Jahrhunderten wahre Meister hat. Noch sind einige alte Webstühle in Betrieb, eigentlich Museumsstücke, die zeigen, wie sich die Herstellung der Stoffe von einst von der heutigen maschinellen Fertigung unterscheidet.

In der Nähe von Morella liegt Forcall mit einem Restaurant in einem alten Steinbau. Auf der gleichen Strecke kommt man zu dem Dörfchen Zorita. In seiner Nähe liegt die Wallfahrtskirche Virgen de la Balma, die ebenfalls eine Sehenswürdigkeit der Zone Els Ports ist. In den Felsen hineingebaut ist sie ein Pilgerziel. wohin früher die Besessenen von weit und breit zogen, um hier Heilung zu finden. An sie erinnert heute nur noch die Legende. Auf die Besucher von heute übt die Kirche aber immer noch einen starken Eindruck aus. In einem anstoßenden Gästehaus kann man in schlichter Atmosphäre eine einfache Mahlzeit einnehmen.

Auf dem Weg nach Morella oder bei der Rückfahrt aus der Gegend Els Ports ist ein Aufenthalt im Dorf Catí angebracht, dessen gotische Bauten mit ihren Spitzbögen in reinstem Stil erhalten sind

Santa Mateu, Alcora, Lucena del Cid, Rundfahrten, Sehenswürdigkeiten

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Im Unteren Maestrazgo liegt Sant Mateu, ebenfalls eine Denkmälerstadt im Hinterland der Costa del Azahar. Wer sich von der Provinz Castellón ein vollständiges Bild machen will, muss diese Stadt besuchen.

Die Erzpriesterkirche Sant Mateu stammt aus dem Jahr 1350 und verfügt über ein kleines, aber sehr interessantes Museum. Die mittelalterliche Baukunst ist durch das Rathaus und andere Bauten öffentlicher oder privater Art vertreten.

Sehenswert sind das Augustinerinnenkloster und der Palast des Marques de Villores, aber in Wirklichkeit findet man überall bewunderungswürdige Bauten mit Säulengängen und stolze Adelshäuser. In der näheren Umgebung von Sant Mateu liegt die gut erhaltene Kapelle Nuestra Señora de los Angeles, von wo sich eine herrliche Aussicht ins Tal bietet.

In der Zone l'Alcalatén lädt zuerst Alcora zu einem kurzen Aufenthalt ein, denn man sollte wenigstens einen der kunstgewerblichen Betriebe aufsuchen, die Keramikerzeugnisse herstellen. Die Keramiktradition von Alcora geht auf das 18 und 19. Jahrhundert zurück.

Im Jahr 1727 wurde die von dem Grafen von Aranda gegründete Steingutfabrik von Alcora eingeweiht. Heute haben die Stücke aus jener Zeit und auch aus darauffolgenden Phasen Museumswert und stellen für die Sammler, in deren Besitz sie sind, Vermögen dar.

Die alte Keramiktradition wird heute in Alcora fortgesetzt, und die erreichte Perfektion erinnert an die kunstvollen Arbeiten, die vor Jahrhunderten aus der Fabrik des Grafen von Aranda hervorgingen.Ein ausgesprochener Touristenort in l'Alcalatén ist Lucena del Cid, das von dem Journalisten Gonzalo Puerto als Perle des Gebirges bezeichnet wurde. Lucena del Cid ist eines jener alten Dörfer, die den Tourismus entdeckten als man noch viel weniger reiste als heute und lediglich in die Sommerfrische ging.

Das Bergdorf mit seinem gesunden Klima, seinen frischen Quellen und Wandermöglichkeiten ist ein Geschenk der Natur für den Stadtmenschen. In der Nähe entdeckt man die bekannte Quelle Fuente del Prat und die hübschen Kapellen San Vicente und San Antonio. An touristischen Unterkünften stehen in Lucena del Cid Hotels, Appartements und mietbare Häuser zur Verfügung.

 

Alto Mijares: Montanejos, Thermalquellen, Ferienhäuser und Hotels

Thermalquellen


Eine weitere Route führt längs des Flusses Mijares zur Zone Alto Mijares, deren touristischer Mittelpunkt das Dörfchen Montanejos ist. Es zählt im Winter etwa 500 Einwohner, aber im Sommer wohnen hier über 10.000 Menschen. Das Dorf ist vor allem für die Valencianer ein beliebter Ferienort. Hotels, Gästehäuser, Appartements, Ferienhäuser und Mietwohnungen sind vorhanden. Der Hauptreiz des Ortes geht vom Fluss Mijares aus. An seinem Lauf befindet sich eine Thermalquelle, die balneologisch genutzt wird. Bei Montanejos staut sich das saubere Wasser des Mijares in natürlichen gefahrlosen Becken, in denen sich in den Sommermonaten Hunderte von Menschen erfrischen. Von Montanejos aus kann man Ausflüge in malerische Gegenden innerhalb des Ortsbezirks oder der Region unternehmen. Ein landschaftlich sehr schönes Ziel ist der flussaufwärts gelegene Stausee von Arenós mit Staudamm, die wichtigste Anlage dieser Art in der Provinz Castellón.

Von Montanejos geht die sog. Quellenroute aus, die zwischen den Becken der Flüsse Mijares und Palancia verläuft. Sie führt durch Dörfer mit zahlreichen Brunnen und Quellen und berührt die Gemeinden Montanejos, Viver, Navajas, Segorbe und Altura. In den genannten Dörfern tritt zu dem kristallklaren Wasser, dem auch Heilwirkung nachgesagt wird, eine Vielfalt von kunstgeschichtlichen Bauten und guten Touristenunterkünften sowie eine einfache, aber schmackhafte Küche.

In Viver findet man im Sommer eine Ferienkolonie, die sich aus in der Provinz Valencia wohnenden Familien zusammensetzt. Der Ort trägt den Beinamen Viver de las Aguas.

In der Gegend Alto Palancia liegt auch Jérica, ein weiteres Ferienzentrum für Gäste aus Valencia. Unter seinen Bauwerker fällt ein Mudejarturm mit aragonesischen Einflüssen auf.

Bei der Fahrt der Straße N-234 (Sagunto-Burgos) durch die vorgenannte Gegend lernt der Reisende das ebenfalls auf den Tourismus ausgerichtete Städtchen Navajas kennen, von dem ein besonderer Zauber ausgeht. Im Stadtkern sieht man elegante Villen, die sich prominente Bürger Valencias bauen ließen. Der Fluss Palancia verleiht dem Ort, der auch mehrere Brunnen hat, angenehme Frische. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die mehrhundertjährige Ulme auf dem Hauptplatz.

Weitere Sehenswürdigkeiten von Cati, Albocacer und Benasal

Körbe und Keramik

Angesichts der Zahl und Qualität seiner Bauwerke stellt Catí für den Reisenden eine besondere Überraschung dar. Das Rathaus entstand im 15. Jahrhundert. Aus der gleichen Zeit stammt der Großteil der öffentlichen und privaten Bauten von kunstgeschichtlichem Wert.

Die Kirche hat ein romanisches Portal aus dem 13. Jahrhundert. Nur 4 km vom Dorf entfernt liegt bergaufwärts die Kapelle Nuestra Señora de L'Avellá, die im 16. Jahrhundert erbaut und im 18. Jahrhundert restauriert wurde. L'Avellá ist ein bekannter Badeort der Region; mit dem Quellwasser werden Hautkrankheiten behandelt.

Seit einiger Zeit wird das Wasser von L'Avellá in Flaschen gefüllt und von der Rathausbehörde von Catí verkauft. Das Dorf ist auch für seinen guten Käse bekannt. Nach der Besichtigung der Monumente seien dem Reisenden die Gaststätten des Ortes empfohlen, wo ihn die lokale Küche nicht enttäuschen wird.

In der genannten Zone liegt auch Albocácer, das von Castellón 35 km entfernt ist. Seine Hauptkirche wurde 1704 errichtet. Alter ist die Kirche San Juan, sie stammt aus dem 13. Jahrhundert. Im gleichen Gemeindebezirk sollte man die Wallfahrtskirche San Pablo besichtigen, deren Bau auf das Jahr 1590 zurückgeht. Die 3 km von Albocácer entfernte Kirche hat eine herrliche Lage und ist von mächtigen alten Bäumen umgeben.

In der Gegend von Albocácer wurden zahlreiche vorgeschichtliche Funde getätigt, unter denen die Überreste aus den Höhlen der Schlucht La Valltorta hervortreten (ähnliche Fundstätten gibt es auch in den Gemeinden Tirig und Cuevas de Vinromá). Es lohnt sich, die Asphaltstraßen hinter sich zu lassen und eine raue, eindrucksvolle Landschaft zu erkunden, in der der prähistorische Mensch in Felsenmalereien seine Spuren hinter lassen hat.

Nur wenige Straßenkilometer trennen den Autofahrer von Benasal, dem nächsten interessanten Ort in der Oberen Maestrazgo-Zone, dessen Mineralquellen berühmt sind.

Unter dem im Binnenland der Costa del Azahar gelegenen Orten verfügt Benasal über das größte Angebot für den Tourismus. Diese Offerte konzentriert sich im Heilbad Fuente En Segures, wo Hotels, Gasthöfe und Appartements vorhanden sind. In der Altstadt von Benasal sind Teile der alten Mauern und das Stadttor Porta de la Mola erhalten; letzteres ist einer der wenigen Baureste der arabischen Architektur, die in der Zone zu finden sind.

In Richtung Teruel erreicht der Reisende hinter Benasal, Fuente En Segures und dem Naturpark El Rivet das Städtchen Villafranca del Cid mit seinen Strumpf- und Wäschefabriken. Von seiner 750-jährigen Geschichte künden das alte gotische Rathaus, das Portal de San Roque (Sant Roc) sowie die Kirche und Wallfahrtsstätte Virgen del Llosar. Villafranca überrascht durch seine Vitalität.

Segorbe und Altura

Natürlicher Mittelpunkt und Handelszentrum der Gegend Alto Palancia ist Segorbe. Es ist Bischofssitz und hat eine sehr schöne Kathedrale mit einem sehenswerten Museum. Die Geschichte des Städtchens lässt sich an seinen Baudenkmälern ablesen, von denen einige wie die Türme des Gefängnisses und El Bochi aus der Römerzeit stammen. Zu den schönsten Winkeln des Städtchens gehören der Spazierweg Paseo Sopeña und der Brunnen der 50 Röhren.

Bei Segorbe liegt an der Quellenroute das Ferienzentrum Altura, dessen Einwohnerzahl sich im Sommer vervielfacht, wenn Familien aus der Umgebung wegen des herrlichen Klimas, des frischen Wassers, der malerischen Winkel und des Freizeitangebots für Jugendliche hier Urlaub machen. Inder Nahe des Dorfes sind die Überreste der einst berühmten Kartause Voll de Crist zu finden.

Zu den näher beschriebenen Dörfern treten andere in der Gegend Alto Palencia und in der benachbarten Sierra Espadau, die als Sommerferienorte im Hinterland der Costa del Azahar ähnliche Vorzüge aufweisen. Es handelt sich um Betxí, Teresa, Algimia de Almonacid, Almedíjar, Caudiel, Chóvar, Azuébar, Aín, Eslida und Bochi.


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