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Kunst & Kultur
Maler in Spanien A-Z
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Fernando Botero
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Fernando Botero wurde am 19. April 1932 im kolumbianischen Medellin geboren. Nach ersten künstlerischen Erfolgen reist Botero nach Europa und studiert die Alten Meister. Von der modernen Kunst enttäuscht, lernt er in Florenz Freskomalerei. An einem schönen Tag im Jahr 1956 saß Botero dann auf einer Parkbank in Mexiko-Stadt und zeichnete eine Mandoline, wie er noch nie eine Mandoline gezeichnet hatte: die Öffnung in der Mitte ganz klein, den Klangkörper aufgebläht, alles andere verdrängend. Ein unverwechselbarer Künstler war geboren.
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Egal, ob die Legende stimmt - seit 1956 malt Botero diese aufgeblähten Gestalten zu einem Zweck: Das Problem liegt darin zu bestimmen, woher der Genuss beim Betrachten eines Bildes kommt. Für mich kommt er aus der Verherrlichung des Lebens, die in der Sinnlichkeit der Formen liegt. Ich vergrößere meine Gestalten, um ihnen Sinnlichkeit zu verleihen. Botero selbst bezeichnet sich als the most Colombian of Colombian painters.
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Seine grotesk-naive Figuren mit aufgeblähten Körpern versteht er als Symbole einer degenerierten Kolonialbourgeoisie. Auch wenn er wegen der Terrorgefahr nur noch stundenweise in sein Heimatland zurückkehrt, hat er ihm zwei Museen geschenkt. Nicht mit eigenen Werken, sondern mit europäischer Kunst des 20. Jahrhunderts.
Ebenfalls in Deutschland erfreut er sich großer Beliebtheit. Zu diesem Anlass findet auch dort bis zum 17. April 2006 eine Ausstellung zu seinen Ehren in Würth statt. Auch eines seiner bei uns bekanntesten Werke ist hier zu sehen. Botero hatte weltweit für Aufsehen gesorgt, als er seinem Unmut über die Folter von US-Soldaten im Irak bildhaft Ausdruck verlieh: Sein Abu Ghraib- Zyklus ist in der Kunsthalle erstmals in Deutschland zu sehen.
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Boteros Kunst ist immer wieder auch politisch motiviert. Vor 30 Jahren zeigte er in eher sarkastischen als ironischen Porträts die Größen der damaligen Militärjunta von Kolumbien als große aufgeblasene, aber gefährliche Kinder im Kreis ihrer Familien. Aber auch seine anderen Bildmotive, ob Madonnen, Heilige, Huren, Infanten oder Bürger quellen aus allen Hüllen.
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Er selbst sagt von seinem Arbeitstil, dass er einfach den Farben folgt, sie ihm die Motive zuflüstern. Botero, der in Paris, New York und Italien arbeitet, ist der wohl bekannteste lebende Maler Lateinamerikas und einer der wohlhabenden und erfolgreichen. Sein Bild La Familia war 1990 bei Christie's zum Preis von 1,75 Millionen Euro verkauft worden. Sein Werk umfasst mehr als 6000 Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen.
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Weitere Informationen über Fernando Botero finden sie unter: