Spanien-ABC: Frida Kahlo
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Frida Kahlo


Frida Kahlo



Die Malerin Frida Kahlo gilt im gesellschaftlichen Frauenbild als starke Persönlichkeit ihres Geschlechtes. Sie machte sich nicht nur einen Namen als Malerin, sondern auch als emanzipierte Frau, die sich trotz ihres lebenslangen, gesundheitlichen Handikaps für Frieden und Freiheit politisch stark machte. Im Jahr 1958 wurde in Mexiko das Frida Kahlo Museum Casa Azul eröffnet.

Frida Kahlo wurde am 7. Juli 1907 als Tochter eines Deutschen und einer Mexikanerin in einem Vorort von Mexico City geboren.

Im Alter von sechs Jahren erkrankte Frida Kahlo an Kinderlähmung. Später, im Jahr 1925, erlitt sie schwerste Verletzungen bei einem Unfall zwischen einem Autobus und einer Straßenbahn. Dabei drang ein Eisenteil vom Becken aus bis in die Rückengegend. Die Verletzungen zwangen ihr monatelanges Krankenbett auf. Während dieser Zeit kam sie aus Langweile auf das Malen, das sie Zeit ihres Lebens ausübte.

Im Jahr 1928 gab der mexikanische Maler Diego Rivera ein begeistertes Urteil über ihre Werke ab. Die beiden wurden ein Paar und heirateten ein Jahr später. Damit fanden unterschiedliche Menschen zueinander, denn Diego Rivera war nicht nur doppelt so alt, sondern auch von raumgreifendem Körperumfang. Er setzte mit seinem unberechenbaren Verhalten und seinen Geschichten auf Schockwirkung. Die Treue nahm er auf die leichte Schulter, von seinen Eskapaden berichtete die Presse.

Frida Kahlo dagegen war eine junge, zierliche Frau, die sich dennoch nicht entmutigen ließ. Trotz aller Drohungen nahm sie sich die gleichen Rechte heraus. So näherte sie sich dem russischen Revolutionär Trotzki menschlich an, der in der Zeit von 1937 bis 1939 bei dem Paar zwei Jahre Exildasein verbrachte.

Im Jahr 1938 stellte Frida Kahlo erstmals ihre Bilder in einer New Yorker Galerie aus. Im Jahr darauf wurden ihre Werke in Paris gezeigt. 1939 wurde ihre kinderlose Ehe mit Rivero geschieden. An der Internationalen Ausstellung der Surrealisten in Mexiko 1940 waren ihre Gemälde abermals zu sehen.

Das Selbstportrait, das im Jahr 1940 entstand, spiegelte in der unruhigen Farbgebung ihre emotionale Lage zu ihrer privaten Situation wider. Im gleichen Jahr ging sie ein zweites Mal die Ehe ein. Drei Jahre darauf lehrte sie an einer Kunstschule. Ab dem Jahr 1944 musste sie sich insgesamt acht Wirbelsäulen-Operationen unterziehen. Unter anderem erhielt sie ein Stahlkorsett, und ihr wurde ein Stück Beckenknochen zur Verschraubung eines gebrochenen Lendenwirbels eingesetzt.

Im Jahr 1946 wurde Frida Kahlo mit dem mexikanischen Nationalpreis für Malerei ausgezeichnet. Prämiert wurde ihr Werk Moses. Zwei Jahre darauf wurde sie erneut Mitglied in der Kommunistischen Partei Mexikos. Insgesamt sieben Operationen an der Wirbelsäule im Jahr 1950 zwangen sie zu neun Monaten Klinikaufenthalt. Während dieser Zeit malte sie nicht nur weiter, sondern unterrichtete auch ihre Schüler und blieb politisch aktiv. In ihrem Engagement sah sie ihren Beitrag für Freiheit und Frieden.

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus konnte sich die Malerin nur noch im Rollstuhl fortbewegen. Sie nahm ständig Schmerzmittel ein. Ihre Arbeit setzte sie weiterhin fort. Im Jahr 1952 wurde Frida Kahlo für die mexikanische Friedensbewegung aktiv.

Ein Jahr später hatte sie in Mexiko-Stadt ihre erste Einzelausstellung. Im gleichen Jahr musste sie sich der Amputation ihres rechten Unterschenkels unterziehen. In dieser Zeit unternahm sie ihren ersten Selbstmordversuch.

Im Jahr 1954 litt sie an einer Lungenentzündung. Ihre politische Aktivität war weiterhin ungebrochen. Am 2. Juli 1954 war sie auf einer Demonstration gegen den Sturz des Präsidenten von Guatemala, der von der CIA organisiert war, präsent.

Frida Kahlo starb am 13. Juli 1954 in ihrem Haus in Mexiko.

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