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Johannesnacht in Spanien, Noche de San Juan
18-06-2007
Kommen Sie in der Nacht des 23. Juni an einen der Strände im Land Valencia und nehmen Sie an diesem zauberhaften und magischen Fest teil, das allen offen steht und das ein wunderbares Beispiel der mediterranen Kultur ist.
Die Ursprünge der Feierlichkeiten zum 23. Juni, der kürzesten Nacht des Jahres und Vorabend des Johannisfests, verlieren sich in den längst vergangenen Zeiten der verschiedenen Kulturen, die das Mittelmeer bevölkern. Im Mittelpunkt des heidnischen Fests stand der Kult um die Ankunft der Sommersonnenwende, wobei Freudenfeuer am Meeresstrand angezündet wurden. Die katholische Tradition nahm diese in die Feierlichkeiten zu San Juan Bautista (zum Geburtstag Johannes des Täufers) auf, die am 24. Juni begangen werden.
Seit dem Altertum ist dieser Brauch in Form eines magischen Rituals erhalten geblieben, das jedes Jahr in der Johannisnacht tausende Menschen an die Strände oder an das Meeresufer lockt, um gemeinsam mit Freunden und der Familie einen angenehmen und festlichen Abend zu verbringen. Die Freudenfeuer werden überall auf dem Sand errichtet und geben ein anziehendes und beschwörendes Bild ab. Um diese Feuer versammeln sich die Menschen, sie reden, singen, tanzen und genießen den Abend und die Nacht. Ebenso veranstalten zahlreiche Stadtviertel und volkstümliche Vereine in Alicante, Castellón und Valencia in dieser Nacht Sommerfeste und Festveranstaltungen.
Um Mitternacht erfüllt sich dann ein wie über Generationen hinweg von Eltern an Kinder weitergegebenes Ritual, bei dem man zum Ufer gehen und die Füße ins Wasser tauchen oder eine bestimmte Anzahl an Wellen überspringen muss, was mit dem Geheimnisvollen und Magischen des Unbekannten zu tun hat. Gleichzeitig hat man ein oder mehrere Wünsche frei, die mit der Ankunft der neuen Jahreszeit in Erfüllung gehen.
In dieser Nacht wird eine Tür geöffnet, die uns in das Wissen der Zukunft und in die magischen Dimensionen der Gegenwart einführt. Es ist die Nacht, in der die Leichenzüge brennen, der Teufel frei umherspaziert und die Felder vom Täufer gesegnet werden. Es ist auch die Nacht, in der man dazu neigt, jede Art von fantastischer Legende zu glauben. Am besten öffnet man seine Seele und seinen Geist, lässt das vernünftige Denken beiseite und genießt die Fantasie und Tradition in vollen Zügen. Ein überaus gesundes Rezept.