Die Kanarischen Inseln zählen wegen ihrer landschaftlichen Schönheit, ihres gleichmäßig warmen, subtropischen Klimas, ihrer üppigen Vegetation, ihrer schönen Strände und ihrer ausgezeichneten Fremdenverkehrseinrichtungen zu den führenden Touristenzielen der Erde.
Schon im Altertum wurden sie von Homer, Plutarch und anderen mit schmückenden Beinamen belegt, wie Inseln der Seligen, Glückliche Inseln, Inseln des ewigen Frühlings, Inseln der Glückseligen und so weiter. Viele nennen sie die letzten Reste des verschwundenen Atlantis.
Ein ausgezeichnetes Verkehrsnetz, Hotels, Feriendörfer und andere Unterkünfte in allen Preislagen und die liebenswürdige Art der Einheimischen machen einen Aufenthalt auf den Inseln angenehm. Saison ist zu jeder Jahreszeit.
Die zu Spanien gehörenden Kanaren liegen im Atlantischen Ozean. Sie liegen auf der gleichen Höhe wie Florida, Ägypten oder Süd-Persien. Vom afrikanischen Festland liegen die östlichen Inseln Fuerteventura und Lanzarote nur wenig mehr als 100 Kilometer entfernt.
Das Klima der Kanarischen Inseln ist angenehm und gesund. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen schwanken zu den verschiedenen Jahreszeiten nur zwischen 18 und 22 Grad Celsius. Da es keine kalte und auch keine ausgesprochen heiße Jahreszeit gibt, kann man auf den Kanarischen Inseln immer Urlaub machen.
Die Kanarischen Inseln haben Mitteleuropäische Zeit minus einer Stunde.
Die Bewohner der Kanarischen Inseln sind ein Mischvolk von Spaniern und den eingeborenen Guanchen, versetzt mit normannischem, flandrischem und arabischem Blut. Die Mehrzahl von ihnen ist in der Landwirtschaft, im Handel und in der Touristikbranche beschäftigt.
Die Kanarier sind im Allgemeinen höflich und liebenswürdig, gastfreundlich, selbstbewusst, offen und ehrlich, sehr arbeitsam, temperamentvoll und kooperativ. Sie legen Wert auf gutes Benehmen, gute Sitten, anständige Kleidung und Geselligkeit.
Die Amtssprache ist das Spanische mit stark gefärbtem Akzent, der auf den einzelnen Inseln verschieden ist.
Kanarische Volksfeste sind fast ausschließlich religiösen Ursprungs und ihren Höhepunkt bildet stets ein farbenprächtiger Umzug durch die Stadt, bei dem ein Christus-, Madonnen- oder Heiligenstandbild mitgeführt wird. Die Teilnehmer legen dazu teils alte, malerische Volkstrachten, teils eigene bunte Festgewänder an, die von Dorf zu Dorf verschieden sind.
Auf manchen Inseln fand man Tonsiegel und Stempel aus Holz, die zum Druck von farbigen Mustern dienten. Ganz ähnliche Tonsiegel wurden auch in Yukatan (Mexiko) gefunden. Vielgestaltig waren die Keramiken. Fein bearbeitete Ziegenknochen, polierte Muscheln und Ketten aus Keramikblättchen dienten als hauptsächlicher Schmuck. Verschiedene Grabbeigaben, die man bei mumifizierten Leichen fand, lassen darauf schließen, dass die handwerkliche Geschicklichkeit der Guanchen groß war.
Über Sprache und Schrift der Guanchen ist wenig bekannt. Es gibt gewisse Ähnlichkeiten mit indogermanischen und berberischen Sprachstämmen. Die alte Pfeifsprache der Guanchen kann man heute noch ab und zu auf der Insel Gomera hören.
Die Küche der Kanarischen Inseln wird zum Teil von der spanischen beeinflusst. Auch hier werden die Speisen fast ausschließlich mit Olivenöl zubereitet. Knoblauch findet als Würze reichlich Verwendung. In größeren Restaurants und guten Hotels kann man auch französische, skandinavische und zum Teil deutsche Küche bekommen.
Das Mineralwasser ist von guter Qualität. Häufig wird Bier getrunken. Das wichtigste Getränk ist jedoch der Wein. Man trinkt ihn zu jeder Mahlzeit, den roten Wein oft verdünnt mit Wasser. Es gibt einheimische Weine von ausgezeichneter Qualität. Genauso beliebt wie auf dem Festland ist das Erfrischungsgetränk Sangria welches aus Rotwein, Wasser, Zitrone, Früchten, Zucker und Eiswürfeln besteht, je nach Art des Hauses aber auch in Abwandlungen serviert wird.