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Lleida: Informationen über Geschichte, Sehenswürdigkeiten ,Gastronomie


 

Lleida (span. Lérida) gehört der spanischen autonomen Region Katalonien mit ca. 119.000 Einwohnern an. Sie ist Hauptstadt der Provinz Lleida und liegt 160 km südlich der Pyrenäen, nahe der Grenze zu Andorra und Frankreich. Der Nationalpark Aigües Tortes erstreckt sich nördlich der Stadt am Südabfall der Pyrenäen. Lleida ist mit einem Autobahnnetz direkt mit Barcelona im Osten und Zaragoza in Richtung Westen verbunden. Die nächsten Flughafen befinden sich in Reus, El Prat (Barcelona), Zaragoza und Girona.

Geschichte von Lleída

 

Lleída war ein wichtiger militärischer Außenposten der Römer. 49 v. Chr. besiegte Julius Caesar hier die Truppen des Pompeius. Von 713 bis 1117 stand die Stadt unter maurischer Herrschaft. Im 12. und 13. Jahrhundert residierten in Lleída zeitweilig die Könige von Aragonien. 1149 wurde es schließlich von Ramón Berenguer IV. und Ermengol VI. von Urgell erobert und durchlebte danach viele Kriege: 1707 Spanischer Erbfolgekrieg, 1810 Belagerung durch die Franzosen, Bürgerkrieg im Jahre 1936.


Seit 1382 befand sich der Regierungssitz im Palacio de los Sanaüja und nannte sich seither Palau de la Paeria. Die darauffolgenden Jahre waren von Kriegen gekennzeichnet, die schließlich im Guerra dels Segadors (1640-1652) ihren Höhepunkt fanden. Lleida wurde bis auf die Grundmauern zerstört. Erst im 18. Jahrhundert erlangte die Stadt ihren Status unter der Regierung Karls III. als Hauptstadt der Provinz zurück.

Mit dem Einfall der napoleonischen Truppen im 19. Jahrhundert, durchlebte Lleida abermals eine Zeit der Zerstörung und des Verfalls, von der sie sich erst Mitte des Jahrhunderts erholte. Im Jahre 1860 fuhr hier die erste Eisenbahn und nur vier Jahre später arbeitete der Architekt Josep Fontseré an einem Stadtbild, dass erstmals die Modernität der Stadt widerspiegelte.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde mit der Mancomunitat de Catalunya (Gemeinschaft Kataloniens) der katalanische Status besiegelt. Im Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) wurden viele Städe zerstört und konnten nur nach und nach mühsam wieder aufgebaut werden.

Feste und Feierlichkeiten in Lleída

Moros y Cristianos

Die Feierlichkeiten im Mai, die Fiesta Mayor de Lleida (10.-14.Mai), werden zu Ehren San Anastasios (11.Mai) gefeiert, ein römischer Soldat aus Lleida, der 303 vom Orden Diocleciano gepeinigt wurde. Ihm werden Blumen geschenkt und Prozessionen auf der Rambla de Ferran gewidmet. Natürlich dürfen auch der Drache als Maskottchen der Stadt (Lo Marraco) und ein Gebilde von Marco Antonio und Cleopatra aus dem Jahre 1840 nicht fehlen.

Die Fiesta de Moros y Cristianos hat ihren Ursprung im 12. Jahrhundert. Über 700 Personen in Kriegeruniformen und Musikvereine veranstalten Prozessionen an diesem Tag. Am Morgen wird die Festlichkeit durch die Entrada Infantil eröffnet. Später präsentieren die Musikvereine typische Musikstücke der Region. Am Abend versammeln sich schließlich die Darsteller der Moros y Cristianos in der Seu Vella und veranstalten eine Parade durch das Stadtzentrum. Danach findet dann die spektakuläre Batalla vor der Kulisse der Seu Vella statt.

Aplec del Caracol (19.-21.Mai) am Ende des Monats ist die Feier mit den zahlreichsten Veranstaltungen. Sie wurde zur Fiesta de Interés Turístico Nacional und Fiesta Nacional de Interés Tradicional erklärt und gehört zu den wichtigsten Festen Kataloniens. Der Verzehr von 12 Tonnen Schnecken zu günstigen Preisen lockt viele Besucher an. Originelle Wettkämpfe wie ein Schneckenwettlaufen oder der traditionelle tiro de cuerda sind Höhepunkte des Festes.

Romería San Jaime (24. Juli). An diesem Tag versammeln sich die Zinder der Stadt in der Kirche del Carmen und pilgern mit Glockenblumen in den Händen bis zur Kathedrale. Damit gedenken sie der Legende des Apostels Santiago (oder Jaime) der in Lleida das Evangelium predigte. Gerade in diesem Moment trat er auf einen Stachel, den herauszuziehen der sich jedoch nich getraute. Plötzlich erschien ihm ein Engel mit einer Fackel. Genau an diesem Ort der Erscheinung wurde die Capilla del Peu Romeo errichtet (1399). Im Inneren wird diese Szene der Legende widergegeben.

Die Semana Santa de Lleida (8.-17. April) mit ihrern traditionellen Prozessionen wird seit dem 14. Jahrhundert gefeiert. Die zwei Hauptprozessionen, die Procesión de la Virgen de los Dolores (1753) beginnt beim Oratorio de la Virgen de los Dolores in der Calle Cavallers und endet am Sede de la Congregación de los Dolores um 20 Uhr am Sonntag des Ramos. In der Nacht des Heiligen Freitag beginnt die zweite feierliche Prozession, die Procesión del Santo Entierro, an der Iglesia de la Sangre, die das Begräbnis Christi darstellt.

Gastronomie in Lleída

 

Lleida besitzt eine Catering Hochschule, die neue Generationen an Küchenchefs hervorbringt, die für die innovative und exzellente Küche der Region stehen.
Lleida ist das Feinschmeckerzentrum für Schnecken. Schnecken a la llauna (mit Allioli oder Essig), mit samfaina (grüner Pfeffer und Tomate) oder etwa a la gormanta (paniert mit Salz und Pfeffer).

Am meisten identifiziert sich die Stadt jedoch mit Früchten jeglicher Art. 39.000 Hektar Obstanbaufelder, die bei guten Wetterbedingungen jährlich 900 Millionen Kilo Obst produzieren.

Was Süßspeisen betreffen so zählen cocas de recapte, panadons (Kuchen) mit Spinat, Rosinen, Äpfeln oder Nüssen, sowie Granados (Mandelsüßigkeit), benannt nach dem gleichnamigen Musiker aus Lleida, zu den Dessertspezialitäten.


Lleidas Wein (DO Costers del Segre) und das Olivenöl (DOP Les Garrigues) sind weltweit bekannt.

 

Marion Meerpohl


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