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Kunst und Kultur
Maler in Spanien: Spanische Malerei und spanische Maler
Pablo Picasso

Pablo Ruiz y Picasso ist der bekannteste und bedeutendste Maler des 20. Jahrhunderts. Er war Mitbegründer des Kubismus und sein avantgardistischer Stil beeinflusste Generationen von Künstlern. Picasso war einer der produktivsten Maler. Sein gesamtes Oevre umfasst weit mehr als 15.000 Werke, darunter Zeichnungen, Grafiken, Plastiken und Keramikarbeiten. Sein bekanntestes Werk ist das monumentale Wandgemälde mit dem Titel Guernica, das er für die Weltausstellung 1937 anfertigte. Die Friedenstaube auf dem Plakatentwurf zur Pariser Weltfriedenskonferenz von 1949 ist seither ein weltweit gültiges Symbol für den Frieden.
Pablo Ruiz y Picasso wurde am 25.Oktober 1881 als Sohn des Malers José Ruiz Blasco und dessen Frau María Picasso López in Málaga geboren. Schon als Kind beschäftigte sich Pablo Ruiz y Picasso auf Anregung seines Vaters, einem Professor an der Kunstakademie in Barcelona, mit dem Malen.
1896 besuchte Pablo Picasso die Kunstschule in Barcelona. Das Jahr darauf studierte er in Madrid an der Academia San Fernando. 1900 wurden in Zeitungen seine Illustrationen veröffentlicht. Picasso machte seine erste Paris-Reise. 1901 war er Mitherausgeber der Zeitschrift Arte Joven.

Von 1901 bis 1904 hielt Picassos blaue Periode an. In dieser Zeit fand er seinem ersten eigenen Stil. Die Figuren in seinen Bildern sind von Schwermut gezeichnet und von verschiedenen Blautönen.
Picasso äußerte seine pessimistische Weltsicht in naturalistischen Bildern, wovon auch die Werke Die Absinthtrinkerin und Harlekin und seine Gefährten ein gutes Beispiel sind, die abgemagerte Menschen im Elend zeigen. Der Künstler arbeitete erstmals mit Skulpturen.
Am Ende seiner blauen Periode zog Picasso nach jährlichen Reisen nach Paris endgültig in die Hauptstadt. Dort machte er die Bekanntschaft von Fernande Olivier, seiner späteren Geliebten, die ihm auch Modell saß.
Anmerkung: alle Werke dieses Künstlers sind urheberrechtlich geschützt und nicht gemeinfrei. Daher dürfen wir leider keine Fotos der Werke publizieren
In seiner rosa Periode von 1905 bis 1907 wandte sich der Maler Zirkusszenen zu, die er in heiteren Farben festhielt, wie sein Werk Die Gaukler zeigt. Die Werke dieser Periode zeigen Akrobaten und Harlekins in einem rosa Grundton. Die Kunststile von Paul Gauguin und Puvis de Chavannes machten sich in dieser Zeit bemerkbar.
Dennoch blieb die schwermütige Bildstimmung erhalten. Noch in dieser Schaffensphase fertigte er erste Radierungen und Kupferstiche sowie ein Porträt der US-amerikanischen Schriftstellerin Gertrude Stein, einer Gönnerin Picassos.

In der Zeit ab 1908 begründete Picasso mit dem Maler Georges Braques den als revolutionär aufgefassten Kubismus. Diese Periode hielt an bis 1917. Bereits in dem Werk Demoiselles d`Avignon" kündigte sich 1907 die avantgardistische Kunst an als Abwendung von der naturalistischen Malerei.
Der neu entwickelte Stil ging einerseits auf afrikanische Masken zurück und andererseits auf eine veränderte Ästhetikvorstellung, in der Formen und Farben als Zersplitterungen vorherrschen. Die Bildfläche ist dabei in rhythmische Flächen zerkleinert. Eine Folge davon ist, dass Formen in Zeichen aufsplittern und Farben in verschiedene Töne wie Grau, Braun oder Grün. Geometrische Formen geben die Gegenständlichkeit wieder, Bildstrukturen werden abstrakter. Bilder wie Frau mit Gitarre oder Ma Jolie zeugen von dieser neuen Maltechnik.
In die Zeit zwischen 1911 und 1914 fiel die Anfertigung der ersten Klebebilder, der papiers collés. Später verwendete Picasso noch weitere Materialien wie Blech, Holz oder Sand. In der Zeit des Kubismus übte er aber auch parallel dazu ab 1915 andere Stile aus, wie den Realismus bei seinen Porträtarbeiten.
Nach dem Kubismus vertrat er verschiedene Stilrichtungen wie die gegenständliche, klassizistische, symbolische, surrealistische und abstrakte Malerei. Für die Pariser Uraufführung des Balletts Parade im Jahr 1917 entwarf Picasso das Bühnenbild und die Kostüme. Dabei lernte er auch Olga Koklowa kennen, die er im Jahr darauf heiratete. Mit ihr hatte er ein Kind.
Ab 1919 orientierte sich der Maler in seinem Schaffen an antiken Mythologien. Zwischen 1924 und 1926 wurden große Stillleben in abstrakter Weise der Schwerpunkt seiner Arbeiten. 1925 nahm er an der ersten Ausstellung der Surrealisten in Paris teil. Dort war sein Werk Die drei Tänzer zu sehen.
Den surrealen Malstil nutzt Picasso für sich, um psychische Erfahrungen zu kodieren und zu mythologisieren. Zwei Jahre später begegnete er Marie-Thérèse Walter, die sein Modell und seine Geliebte wurde. Picassos Bilder zeichnen sich in dieser Zeit dadurch aus, dass sie fast keine Figuren mehr enthalten.
1928 und 1929 arbeitete er an Drahtplastiken und erstmals an Eisenskulpturen. Mit einem Besuch in Spanien 1934 tauchten in Picassos Werken Motive aus dem Stierkampf auf. Aus der Verbindung zu seiner Geliebten Marie-Thérèse Walter ging 1935 ein Kind hervor, Picasso trennte sich daraufhin von seiner Frau Olga Koklowa.
1936 wurde Pablo Picasso Direktor im Madrider Prado-Museum. Zur Pariser Weltausstellung 1937 malte er das Bild Guernica für die Vertretung seines Landes. In surrealer Weise gibt das weltberühmt gewordene Wandgemälde die Zerstörung der gleichnamigen nordspanischen Stadt wieder. Mit dem Anti-Kriegsbild protestierte der Künstler gegen die verheerenden Luftangriffe der deutschen Luftwaffe auf Guernica, durch die Adolf Hitler den faschistischen Diktator Francisco Franco im spanischen Bürgerkrieg unterstützte.
Im gleichen Jahr lernte er Dora Maar kennen, die neben Marie-Thérèse Walter seine zweite Geliebte und sein zweites Modell wurde. Picasso bekannte sich in der New York Times öffentlich zur Regierung der II. Republik in Spanien.

1941 debütierte der Maler mit der Theaterkomödie Wie man Wünsche am Schwanz packt in dadaistischer Manier. Das Werk kam zur privaten Aufführung unter der Regie von Albert Camus.
Im gleichen Jahr formte er eine Skulptur vom Kopf seiner Geliebten Dora Maar, die später 1959 als Denkmal für den französischen Dichter und Maler Guillaume Apollinaire dient. Picasso trat der Kommunistischen Partei bei.
Ab 1943 bestand die Freundschaft zu Françoise Gilot, aus der zwei Kinder hervorgingen. Der Maler übernahm 1945 den Vorsitz des französisch-spanischen Hilfskommitees für republikanische Spanier.
In den Jahren zwischen 1945 und 1949 beschäftigte er sich verstärkt mit der Lithographie. Ab 1947 realisierte Picasso Keramikarbeiten. Im Jahr darauf ehrte ihn die französische Regierung mit der Médaille de Reconnaissance Française.
1949 kündigte Picassos Lithographie Die Taube" die Pariser Weltfriedenskonferenz an. Die Friedenstaube wurde weltweit anerkanntes Symbol für den Frieden.
1952 entstand sein zweites Theaterwerk und die Arbeiten zu den beiden Wandbildern Der Krieg und Der Frieden begannen. Die Werke waren für die Kapelle von Vallauris bestimmt. Im gleichen Jahr beteiligten sich Picasso und Henri Matisse an einem Friedensaufruf.
1961 heiratete Picasso Jacqueline Roque. In den Jahren 1962 bis 1965 arbeitete der Künstler an Betonskulpturen. In dieser Zeit, 1963, ehrte die Stadt Barcelona Picasso mit einem eigenen Museum, dem Museo Picasso. Später erhielt es den größten Teil seines Nachlasses.
1968 entstanden die zwei großen Serien von Radierungen mit dem Titel Maler und Modell sowie Die Liebenden. Eine weitere Auszeichnung ließ im Frankreich zuteil werden, das überhaupt das erstemal eine Retrospektive eines noch lebenden Künstlers veranstaltete. Die Ausstellung fand 1971 anlässlich des 90. Geburtstags von Pablo Picasso im Louvre statt.
Pablo Picasso begründete nicht nur den Kubismus maßgeblich mit, sondern wirkte auch auf andere moderne Kunstströmungen nachhaltig. Er wurde zum Inbegriff des modernen Künstlers im 20. Jahrhundert. Seine Arbeiten zählen zu den wertvollsten Kunstwerken.
Am 8. April 1973 starb Pablo Picasso im französischen Mougins bei Cannes. Begraben wurde er im Garten seines Schlosses Vauvenargues.
Im Jahr 1985 wurde das Musée Picasso in Paris eröffnet.
Bildquelle: wikipedia.de
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