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Quallen an Spaniens Stränden
Scheinbar schwerelos schweben sie durch das Meer. Wieder und wieder ziehen sich die Schirme der gallertartigen Körper zusammen und stoßen dabei Wasser nach dem Rückstoßprinzip aus. Mit dem so gewonnen Schwung schnellen sie schräg nach oben, um sich dann ein Stückchen nach unten sinken zu lassen. Lautlos, friedlich, ja fast schon anmutig bewegen sich Quallen durch ihr Reich. Die meisten der über 200 verschiedenen Arten leben im Meer. Nur wenige Exemplare dieser Spezies bevorzugen Süßwasser.
An der Mittelmeerküste werden die Medusen zunehmend zum Problem, denn mit der globalen Meereserwärmung nimmt auch das Quallenaufkommen zu. Besonders vorsichtig sollte man zwei Tage nach einem Unwetter sein. Die Tiere werden dann von der Strömung an den Strand getrieben. So faszinierend diese Organismen auch sind, in Berührung geraten sollte man mit ihnen besser nicht.
Ihre langen Fangarme hängen schleierartig von den schillernden Körpern herab. Diese Tentakeln sind mit Nesselzellen übersät. Die Quallen setzen sie ein, um ihre Beute zu fangen und sich zu verteidigen. Bei Berührung platzt die Nesselkapsel im Inneren der Verteidigungs-Zelle und stülpt den Nesselfaden nach außen. Der sondert ein lähmendes Gift ab. Danach wird die Nesselkapsel abgestoßen und eine neue gebildet.
Dem Strandbesucher nützt das nichts mehr. Den Kontakt mit einer Qualle wird er noch lange in Erinnerung behalten. Das Sekret führt zu einer örtlich begrenzten, heftig schmerzenden Hautrötung und Schwellung. Es fühlt sich an, als würden tausende kleine Nadeln immer und immer wieder an die gleiche Stelle gepiekst. In seltenen Fällen tritt nach einer Quallenberührung Übelkeit, Erbrechen, Verwirrtheit oder sogar ein Kollaps auf.
Auch wenn der schlimmste Fall nur selten eintritt, eine Begegnung mit dem Nesseltier ist kein Vergnügen. Also heißt es: Vorsicht statt Nachsicht! Aber was kann man tun, um die Folgen eines Quallenkontakts zu vermeiden? Hier einige Tipps:
Wenn man dennoch mit einer Medusa in Berührung kommt, die betroffenen Stellen auf gar keinen Fall mit Süßwasser oder Alkohol abwaschen! Das führt nur dazu, dass die restlichen Nesselzellen auch noch platzen und alles nur viel schlimmer wird. Außerdem sollten Teile der Fangarme, die am Menschen hängen geblieben sind, nicht direkt berührt werden. Sie sondern noch lange Gift ab. Am besten sucht man eine der Rotkreuzstationen am Strand auf und lässt sich dort fachgerecht behandeln. Ist das nicht möglich, helfen diese Tricks:
Damit solche Maßnahmen gar nicht erst notwendig werden, immer schön auf die Baywatchjungs und -mädels hören. Wenn sie in ihrem Strandabschnitt in einer Stunde zwischen 25 und 30 Verletzungen durch Quallen registrieren, hissen sie die rote Flagge. Die soll nämlich nicht nur vor gefährlichem Wellengang oder drohenden Gewittern, sondern auch vor den Glibbertieren warnen.
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