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Sehenswürdigkeiten in Girona


Sehenswürdigkeiten in Girona

 

Girona ist unterteilt in Altstadt und Neustadt. Letztere liegt am linken Ufer des Río Onyar. Sehenswert sind hier vor allem das Unabhängigkeitsdenkmal an der Plaça de Independència, sowie der Parque de la Dehesa.

Am rechten Ufer des Río erstreckt sich die Altstadt. Charakteristisch ist hier die bunte Häuserreihe, die parallel zum Ufer verläuft. Die Rambla de la Libertat ist die Haupteinkaufsstraße des Altstadtviertels. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Kathedrale Santa Maria. Eine 90-stufige Treppe führt zu ihrem Haupteingang.

Da die Bauzeit über 400 Jahre dauerte

und die Kathedrale erst im 16. Jahrhundert vollendet wurde, lassen sich unterschiedliche architektonische Baustile erkennen. Das Äußere ist bestimmt von Renaissance und Barock, das Innere erstrahlt in gotischem Glanze.


Das einschiffige Innere ist überaus weitläufig mit 50m Länge, 23m Breite und 34m Höhe. Der Altar besitzt einen goldenen Aufsatz aus dem 14. Jahrhundert. Direkt dahinter kann man den steinernen Bischofssitz und Thron Karls des Großen bestaunen.Den Kreuzgang erreicht man über eine abwärtsführende Treppe.

Direkt von der Kathedrale aus gelangt man auch zum Museum der Kathedrale. Besonders sehenswert sind hier eine Madonnenskulptur (12. Jh.), sowie eine antike Handschrift (975). Ein weiterer Höhepunkt dieses Museumsbesuches ist die Bibel Karls V. aus dem 14. Jahrhundert. Das schönste und bedeutenste Stück des Museums ist jedoch ein Teppich aus dem 11. Jahrhundert, der die Schöpfungsgeschichte nachzeichnet.

Die gotische Kirche Sant Feliu (11.-18. Jh.) diente im Mittelalter vielen angesehenen Patriziern Gironas als letzte Ruhestätte. Dieses dreischiffige Monument beherbergt spätromanische Galerien mit Skulpturenkapitellen. Die Capilla de San Narciso ist dem Hl. Narcissus geweiht, der einst Bischof von Girona war. Interessant ist auch der Schnitzaltar im Chorgestühl. Der Boden im Inneren der Kirche ist mit vielen wappenverziehrten Grabplatten belegt. Auch an die Außenwände der Kirche sind Sargophage angemauert worden. Der hoch emporragende Turm von Sant Feliu wurde 1581 von einem Blitz getroffen. Seither fehlt die damals verbrannte Turmspitze. Nahe der Kirche befindet sich das Portal de Sobreportes, ein Stadttor an der klassizistischen Kirche Sant Lluc.

Die Arabischen Bäder (Banys Arabs) stammen aus dem 13. Jahrhundert, errichtet wurden sie jedoch nach der arabischen Epoche aus einer jüdischen Mikwe (Tauchbad).

Nennenswert sind noch zwei weitere Kirchenkonstruktionen: Sant Pere de Galligans und Sant Nicolau. Beide stammen aus dem 12. Jahrhundert. Sant Pere gehörte zur damaligen Zeit einem Benediktinerkloster an. Hier liegt auch das Archäologische Museum. Beide Kirchengebäude wurden in romanischem Stil erbaut.

Für Museenbegeisterte bietet Girona das Museo de História, das stadtgeschichtliche Museum, das Objekte rund um Gironas Vorgeschichte und aus der Industrialisierungszeit (19./20. Jh.) präsentiert. Das Museo de Arte an der Kathedrale zeigt Ausstellungsstücke aus Vorromantik und dem 20. Jahrhundert.

 

Marion Meerpohl


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