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Sehenswürdigkeiten in Lleida (Lerida ) In Katalonien


Sehenswürdigkeiten in Lleída

Stadtansicht Lerida (Lleida)

 

Lleida besteht aus verschiedenen Barrios, die mit dem Zentrum der Stadt mittels verschiedener Brücken gut zugänglich sind: Pont Nou (1973), Pont Universitat (1993), Pont de Pardinyes (1995), Pasarela de Blondel (1997), Pasarela de la Avenida del Segre (2003).

Auf dem Burghügel oberhalb der Stadt thront das ehemals maurische Castell La Suda, das 1149 von den Spaniern erobert wurde. Dieses mächtige Monument mit seinen vier Türmen wurde von den damaligen Königen von Aragón auch als Palast genutzt. Von hier aus bietet sich dem Besucher einen atemberaubender Blick über die Stadt.


Innerhalb der Festungsmauern steht die Kathedrale La Seu Vella, die über beeindruckende gotische Fenster im Kreuzgang verfügt. Der 1203 unter der Führung von Pere de Coma errichtete Sakralbau wurde 1707 unter Felipe V. zur Kaserne umgestaltet. Sie ist Bestandteil des Museo de Historia de Catalunya. Im gleichen Jahrhundert begannen die Arbeiten für den Glockenturm, die sich bis ins Jahr 1431 hinzogen. Die Konstruktion der Innenschiffe der Kathedrale weist deutliche Spuren toskanischer, tolosanischer und provenzalischer Einflüsse, die auf die verschiedenen Konstrukteure schließen lassen, die im Laufe der Zeit an dem Monument arbeiteten

. Aus gotischer Zeit sind noch immer Wandmalereien erhalten. Zugang zum Inneren verleihen Tore südlich (Puerta dels Fillols), fünf mittig situierte spätgotische Portale. Ins Kloster gelangt man von außen über die Puerta de los Apóstoles (14. Jh.) Der Glockenturm enthält sieben Glocken, zwei davon in gotischem Stil aus dem 15. Jahrhundert, Silvestra und Monica. Die übrigen fünf sind elektrisch und stammen aus dem letzten Jahrhundert, Bárbara, Purísima, Crist, Marieta und Meuca.


Das Kloster liegt im östlichen Teil der Kathedrale und besitzt eine rechtwinklige Ebene. Das fünfschiffige Gebäude mit seinen riesigen Kirchenfenstern eröffnet einen wunderschönen Blick über die Stadt.

Das Rathaus, der Palacio de la Paeria, (13. Jh.) gehört zu den Meisterwerken römischer Zivilarchitektur Lleidas und vereint verschiedene architektonische Stile miteinander: Die zum Río Segre führende Fassade birgt neoklassizistische wie neomittelalterliche Charakteristika in sich. Im 14. Jahrhundert wurde der Palast von den Señores de Sanaüja, den ursprünglichen Besitzern, an die Stadt übergeben und wurde schließlich städtischer Regierungssitz. Die Paeria (paer: alcalde) enthält viele wertvolle Objekte, von denen hier die Wichtigsten genannt seien:


Der Retablo de la Virgen de los Paers (1451-1454) schmückt den Hauptsaal, in dem mitunter bürgerliche Ehen geschlossen werden. Gezeigt werden die Jungfrau Maria mit den Engeln Gabriel und Michael.


Die Morra wurde im Kellergeschoss der Paeria im Jahre 1486 konstruiert. Der Name rührt von der Bezeichnung der Kammer her, in der zum Tode verurteilte Könige lebten. Die Fassaden sind übersät mit Malereien aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Das Stadtarchiv und die Carta Pobla präsentieren einen barocken Holzschrank, der als Armario de los Privilegios bekannt ist. Überdies kann der Besucher hier das Libro de los Usajes (14. Jh.), sowie das wichtigste Dokument der Stadt, die Carta Pobla, bestaunen. Dies ist die erste Verfassung Lleidas aus dem Jahre 1150.

Die Catedral Nueva (1761-1781) wurde im barocken Stil errichtet mit französisch klassizistischem Einfluss. Das dreischiffige Innere beherbergt einen korinthischen Säulengang. Das barocke Chorgestühl (1936) wurde von Lluís Bonifas Massó gestaltet und auch ein Bildnis der Virgen de Montserrat (La Moreneta) von Josep Obiols ist Schmuckstück der Kathedrale.

Im Museum, das sich im Kapitelsaal befindet, können Besucher wertvolle Kircheninstrumente und flämische Teppiche bestaunen. Die Catedral Nueva liegt direkt gegenüber des Hospital de Santa María (15./16.Jh.) In diesem Krankenhaus befindet sich außerdem der Sitz des Archäologischen Museums.

Im Zentrum Lleidas liegt die Plaça de Sant Joan, die von schönen Bürgerhäusern gesäumt wird und zu den charakteristischsten Orten der Stadt zählt. Hier befindet sich auch die gotische Kirche Sant Joan (19. Jh.). Sant Llorenç (1270-1300) ist eine weitere Kirche in romanischem Stil mit gotischem Feinausbau. Sie besitzt drei Schiffe mit drei Apsen. Das zentrale Schiff ist zugleich das Älteste und romanisch während die übrigen zwei der Gotik angehören.

Die gotischen Kapellen und der achteckige Glockenturm stammen aus dem 15. Jahrhundert. Darüber hinaus beherbergt die Kirche vier gotische Retablos. Überdies lassen sich verschiedende Kunstobjekte des Museo Diocesano de Lleida entdecken, sowie die Statue der Verge dels Fillols aus der Seu Vella. Weitere Sehenswürdigkeiten dieses religiösen Monuments sind ein gotisches Gemälde aus dem 15. Jahrhundert von Mateu Ferrer, die Gruft von Ramon de Tárrega y el Sant Crist Trobat, ein Gemälde, das von Jaume Perelló reatauriert wurde.


Sant Martí ist ebenfalls eine romanische Kirchenkonstruktion, die auf dem Grund einer ehemaligen Moschee erbaut wurde. Im Prooemium werden Objekte des Diözesanmuseums und aus der Catedral de Lleida ausgestellt: Romanische und gotische Figuren, Goldschmiedstücke, sowie Gemälde und Skulpturen verschiedener Epochen.

Das Castello de Gardeny in Lleida gehört zu dem Erbe der Templer und stammt aus der Hinterlassenschaft der früheren Krone von Aragón. Es wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut. Im 17. und 18. Jahrhundert fanden erhebliche Restaurationen statt, die den mittelalterlichen Charakter des Gebäudes erheblich modifizierten.

Begrenzt wird es nach außen hin von Mauern und hohen Türmen. Im Inneren befindet sich ein zentraler Hof, der von mehreren Gebäuden umgeben wird, wie dem Turmzimmer und der Kirche Santa Maria de Gardeny.

Museen in Lleída

 

Das Centro de Arte la Panera bietet dem Besucher in verschiedenen Ausstellungsräumen zeitgenössische Kunstgenüsse der Region. Der Zugang zum bibliographischen Archiv im Centro de Documentación ist gratis.


Das Museo de Arte Jaume Morera zählt unter den Museen der Schönen Künste zu einm der Ältesten. Momentan in der Iglesia del Convento del Roser untergebracht, beherbergt es Werke von der Landschaftsarchitektur des Jaume Morera, sowie des Malers Carlos de Haes.

Außerdem präsentiert es die unterschiedlichen künstlerischen Etappen zeitgenössischer Kunst aus der Perspektive leridanischer Künstler. So lassen sich hier Werke von Baldomer Gili Roig, Antoni Samarra, Xavier Gosé y Miquel Viladrich und vielen mehr finden. Objekte aus den 30ern und 50 er Jahren von Leandre Cristófol oder Lluís Trepat beeindrucken ebenso. Auch Künstler der unmittelbaren Vergangenheit, wie Àngel Jové, Benet Rosell und Antoni Abat stellen hier aus.


Die Sala Leandre Cristòfol zeigt vor allem surrealistische und lokale avantgardistische Stücke. Die permamente Exposition präsentiert Skulpturen von Künstlern des 20. Jahrhunderts, sowie experimentelle Stücke aktueller Künstler.


Die Sala de Arqueología del Instituto de Estudios Ilerdenses im Hospital de Santa María, beherbergt die wichtigsten archäologischen Fundstücke aus Lleida von der Bronzezeit bis hin zur westgotischen Kultur.


Das Museo de Lleida stellt Kunswerke von der romanischen bis hin zum barocken Zeitalter. Die permanenten Ausstellungen befinden sich im Prooemium in der Kirche Sant Martí, die temporären Expositionen können Besucher im Palacio Episcopal besuchen. Das Mueseo del Agua ist besonders einzigartig und interessant. Wasser hat in der Geschichte Lleidas schon immer eine bedeutende Rolle gespielt.

Die Wasservernetzung und der Bau von zwei wichtigen Kanälen haben die Infrastruktur der Stadt deutlich beeinflusst. Besucher haben hier die einzigartige Möglichkeit, sich über die Entwicklung der Wasserversorgung der Region umfassend zu informieren.


Das Roda Roda präsentiert eine bedeutende Kollektion von Ausstellungsstücken, die mit der Automobilwelt in Verbindung stehen. Ein Höhepunkt dieses Museums ist der Ruhesaal, in dem der Besucher in einem alten Sitz damaliger Stadtbusse Entspannung finden kann. Der Bestand des Museums reicht vom Jahr 1903 bis in die 40er Jahre hinein. Dieses Museum ist ein Paradies für alle Automobilliebhaber.

 

Marion Meerpohl


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