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Navarra, Region im Norden von Spanien
Städte in Navarra
Sehenswürdigkeiten in Pamplona

Dieses gotische Monument (1387-1525) gehört zu den bedeutendsten religiösen Bauwerken in Spanien. Im zentralen Kirchenschiff befindet sich das Mausoleum von Carlos III. und seiner Frau Leonor, das von Jehan Lome aus Alabaster im Jahre 1415 erbaut wurde. An dem Altar aus dem 15. Jahrhundert wurden die Könige Navarras vereidigt.

Pamplona ist eine Stadt mit vielen schönen Ecken, wie etwa die Plaza del Castillo. Dies ist der weitläufigste und zugleich bekannteste unter den Plätzen Pamplonas und macht das Zentrum der Stadt aus.
Als ehemaliger Marktplatz und Mittelpunkt verschiedenster Veranstaltungen, wie die Stierkämpfe, die hier bis zum Jahre 1893 ausgetragen wurden, finden auch heute noch alle Arten von kulturellen Veranstaltungen statt.
Seinen Namen verdankt der Platz einer Burg aus dem 14. Jahrhundert. Der Parque Vuelta del Castillo und der Parque Ciudadela sind im englischen Stil gestaltet und bieten verschiedenste Baumarten und eine große Rasenfläche, die viele Besucher zu sportlichen Aktivitäten nutzen. Ausgedehnte Fußgängerwege für lange Spaziergänge und gute Parkmöglichkeiten.
Die Taconera ist ein weiterer Ort, den man sich während eines Besuches nicht entgehen lassen darf. Diese romantische Parkanlage im französischen Stil ist die älteste Pamplonas und weist ebenfalls eine Vielfalt an alten und exotischen Baumarten auf.
Er ist teilweise von den die gesamte Stadt umgebenen Mauern eingerahmt. An den Gräben grasen Ziegen, Hirsche, Eichhörnchen, Kaninchen, Fasane, Truthähne und anderes Kleintier.
Den Park schmücken die Büste von Hilarión Eslava, eine Statue von Julián Gayarre, sowie eine Skulptur der Mari Blanca und das Portal des Hl. Nicolás aus dem Jahre 1666. Im nördlichen Teil des Parks ermöglicht ein Aussichtspunkt einen atemberaubenden Panoramablick über einige Viertel Pamplonas. Auch ein neoklassischer Neptun-Brunnen von Luis Paret ziert den Park. Am Ausgang liegt die Kirche von San Lorenzo aus dem 18. Jahrhundert.
In der Nähe dieser Parkanlage befinden sich außerdem der Parque de Larraina und der Parque de Antoniutti. Um die Reihe der Parks zu komplettieren seinen noch der Parque Media Luna und der Parque de Tejería, sowie der Parque Yamaguchi genannt.
Letzterer verdankt seinen Namen der langjährigen freundschaftlichen Verbindungen zwischen Pamplona und der japanischen Stadt Yamaguchi. Die barocken Plaza Conde Rodezno und Plaza de los Fueros de Navarra stammen aus dem letzten Jahrhundert und liegen am Ende der Avenida Carlos III.
Die elliptisch geformte Plaza de los Fueros de Navarra wurde im Jahre 1970 von Rafael Moneo und Estanislao de la Quadra Salcedo errichtet. Charakteristisch für diesen Platz ist eine Parkfläche, die mit der Flora der unterschiedlichen Regiones Navarras bepflanzt ist.
Den Fluß Arga kann man auf der Plaza de Toros, einer Stierkampfarena an den Ufern des Arga genießen. Am Parque von Tejera enden die Stadtmauern mit zwei Türmen. An der Plaza de Santa María la Real liegt das erzbischöfliche Palais im barocken Stil. Außerdem zeichnet sich Pamplona noch durch sechs antike Stadttore aus, wie etwa die Puerta de Zumalacárregui. Nennenswert ist zudem der Parque von Santo Domingo nahe dem barocken Rathaus.
Die Ciutadela (die Zitadelle) ist eine fünfeckige Befestigungsanlage aus dem 16. Jahrhundert, die unter Philipp II. erbaut wurde. Das Zitadelleninnere, das nur tagsüber zugänglich ist,besteht aus wunderschönen Gärten, die die Zitadelle zu einem Anziehungspunkt für öffentliche Veranstaltungen und Konzerte machen. Gefährte jeglicher Art sind hier jedoch verboten. Überquert man die Puente de Socorro so sieht man, wie diese mit ihren verschiedenen Eingängen die Zitadelle mit dem Parque Vuelta del Castillo verbindet.

Das Museo de Navarra Cuesta Santo Domingo aus dem Jahre 1956 befindet sich auf 7.700 m² in dem alten Hospital Nuestra Señora de la Misericordia, la Cuesta de Santo Domingo, von dem allerdings einzig das platereske Portal und der Innenraum der Kappelle erhalten ist. Nach einer Restauration wurde es im Jahre 1990 neueröffnet und zählt seitdem zu den besten Museen der Region.
Auf vier Ebenen und einem Kellergeschoss findet man die Schätze, die zwischen Altsteinzeit und Eisenzeit entdeckt wurden. Der erste Stock präsentiert Funde aus der römischen, präromanischen, romanischen und musulmanischen Vergangenheit der Region.
Navarras Gotik und Renaissance befinden sich auf der zweiten Ebene.Für Gemäldeliebhaber ist das dritte Stockwerk zu empfehlen, wo sowohl spanische als auch ausländische Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts ausgestellt ist. Dabei wurden einzelne Bereiche Künstlern wie etwa Francisco de Goya gewidmet oder auch bestimmten Regionen, wie die Malerei aus dem Navarra des 19. Jahrhunderts.
Neben diesen festen Bestandteilen bietet das Museum außerdem temporäre Ausstellungen, sowie Bereiche für Konferenzen und Veranstaltungen, die monatlich variieren.
Besondere Bewunderung erfährt das Porträt des Marqués de San Adrián von Francisco de Goya, eine maurische Schatulle aus Elfenbein, die im Kloster von Leire im 11. Jahrhundert als Reliquienschrein genutzt wurde. Nennenswert sind außerdem römische Kapitel für das Kloster der Kathedrale von Pamplona, sowie ein Mosaikboden der alten römischen Villa Ramalote (Tudela), die hier zu sehen sind.
Das Museo Diocesano liegt unmittelbar an der Kathedrale und birgt künstlerische Werke religiöser Art der gesamten Region Navarras. Bildhaukunst, Malerei und Goldschmiedkunst vereinen sich hier. Erwähnenswert ist eine Kollektion mittelalterliche Figuren der Jungfrau Maria, sowie Stücke aus der mittelalterlichen französischen Goldschmiedkunst.
An diesem Museum sind jedoch nicht allein die Ausstellungsstücke von Bedeutung, denn auch die Ausstellungssäle an sich verdienen Beachtung: Ein 30m langer und 10m breiter klösterlicher Speisesaal aus dem 14. Jahrhundert im gotischen Stil zeigt Glasmalereien des 19. Jahrhunderts. Eine Küche mit dem Reliquienschrein, zeitgleich konstruiert, besitzt einen Rauchfang von 27m.
Die Kapelle Barbacana führt direkt ins gotische Kloster dessen Eingang zwei gotische Skulpturen von den Heiligen Johannes und Paulus schmücken. Zentrum bildet die Gruft des Bischofs Arnaldo de Barabzán (1318-1355).
Neben einer Sammlung mittelalterlicher Figuren aus Navarra, die zwischen dem 12. und 18. Jahrhundert entstanden, ist der Retablo de las Navas besonders herausragend, ein Altaraufsatz des 15. Jahrhunderts, der deutschen Ursprungs ist. Darüber hinaus kann der Besucher hier verschiedene Heiligenfiguren und weitere Altaraufsätze bewundern.
Neben Malereien aus dem 14. bis 19. Jahrhundert, stechen vor allem die Werke der Goldschmiede zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert hervor: Der französische Relicario del Santo Sepulcro, ein Reliquienschrein im Gotikstil (13. Jh.), Relicario del Lignum Crucis (13. Jh.) Relicario de la Santa Espina (15. Jh.) oder El Evangelario, ein Kodex aus dem 13. Jahrhundert mit einer vergoldeten Silberverkleidung des 16. Jahrhunderts. Außerdem Tempelchen, Kelche, Hostienbehältnisse, Prozessionskreuze, Kupfergeschirr und Objekte aus Emaille.
Marion Meerpohl
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