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Geschichte Spaniens
Spanische Geschichte von 711 bis 1492

Im Jahre 711 strömten die Mauren ins Land. Die Westgoten waren zerstritten, das Volk war unzufrieden. Somit hatten es die Mauren leicht, die Herrschaft der Westgoten zu beenden. In der Schlacht von Guadalete wurde der westgotische König Roderich vermutlich sofort getötet. Die Bevölkerung war froh, als die Araber kamen. Sie wurden freudig begruesst und im Land willkommen geheissen.
Die Herrschaft der Mauren lässt sich in drei Perioden untergliedern: die erste war die Zeit des Emirats, die von 711 bis 756 währte, danach folge das Kalifat von 756 bis 1031 und endete in der dritten Periode, die Taifas (unabhängige, kleine Königreiche) von 1031 bis 1492.
Die Zeit der maurischen Herrschaft war für Spanien ein wahrer Segen. Es folgte bis heute keine Epoche, die so prosperierend , blühend und schlussendlich auch humanistisch und souverän war. Kultur und Wissenschaft standen in voller Blüte. Es wurden Universitäten gegründet. Schulen wurden obligatorisch. Es entstanden grosse Bibliotheken, die das Wissen von jahrhunderten lagerten. Gleich in welchen Fächern, nur um ein paar Beispiele zu nennen: Medizin, Philosophie, Astronomie, Mathematik, Wissenschaft, die Universitäten waren die besten der damaligen Welt. Es gab keine vergleichbaren Universitäten. Salamanca war damals der Ort, der am angesehensten war. Die Studenten rissen sich geradezu darum, einen Platz in Salamanca ergattern zu können.
Die Landwirtschaft blühte, wuchs und gedieh. Handels- und Zahlungssysteme, die bisdahin völlig unbekannt waren, revolutionierten die Wirtschaft. Die Gelehrten, Philosophen, Wissenschaftler und Ärzte genossen höchstes Ansehen.
Architektur, ein schon von den Römern kultivierter Bereich, erlebte jetzt einen nie dagewesenen Aufschwung. Es entstanden Baudenkmäler, Paläste,Moscheen, Burgen, Schlösser und Stadtpalais von nie dagewesener Finesse und Schönheit. Bäder und Heizungen waren obligatorisch. Die Gartenanlagen gingen in die Geschichte ein. Bewässerungsanlagen entstanden, die heute noch in Takt sind und funktionieren.
Leider formierte sich dann der christliche Widerstand. Er ging vom Norden des Landes aus. Der westgotische Stammesführer Pelayo war wohl der Initiator. Vom Norden aus begann die Reconquista, die Rückeroberung Spaniens. Sie breitete sich aus wie ein Flächenbrand. Das Ende einer einzigartigen Epoche wurde eingeläutet. Sie gipfelte dann in der "ethnischen Säuberung" oder auch in der "Reinheit des Blutes". Die "katholischen Könige" Isabel und Ferdinand von Spanien vertrieben dann die Mauren (oder ermorderten sie), das gleiche Schicksal erlitten auch die Juden.
Der Niedergang Spaniens war nicht mehr zu stoppen.
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