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Von L' Escala nach Portbou - Sehenswürdigkeiten, Routen, Ausflüge, Katalonien


Von L' Escala nach Portbou - Ausflüge, Sehenswürdigkeiten in Katalonien

Ruinen

Bei L' Escala beginnt der Küstenabschnitt, der dem Alt Empordà entspricht. Er reicht bis Portbou. An ihm liegen die wunderbaren Ruinen von Empúries sowie Roses, Cadaqués, Kap Creus und Sant Pere de Rodes. Eine Spitzenstellung unter ihnen hat Figueres, der Mittelpunkt dieser Gegend, Heimat Dalís und Verkehrsknotenpunkt. In dieser Empordà - Zone treffen die gegensätzlichsten und gleichzeitig eigenartigsten Landschaften der Costa Brava zusammen: von Empúries und Roses, das Griechen und Römer betraten, über Cadaqués, das besterhaltene Dorf, Portlligat, das Dalí zu seinen Wohnort erwählte, und Kap Creus, der wildschönen Kombination von Meer und Gebirge, Mittelmeer und Pyrenäen, einer Mondlandschaft gleichend, bis zur romanischen Großartigkeit des Klosters Sant Pere des Rodes. Wie der Regenbogen vom Violett ins Gelb übergeht, kommt man auf wenigen Kilometern vom blauen Golf von Roses zum Grau der Felsen von Creus.

Bei L' Escala öffnet sich sowohl geographisch als auch touristisch der Golf von Roses. Dieser Ort, einer der wichtigsten Fischereihäfen der Küste, ist gleichzeitig ein großes Ferienzentrum. Es kombiniert perfekt den Salzgeruch des Meeres mit dem regen Treiben der Touristen. Ihnen bietet die Stadt das Schauspiel der typischen Boote, die in der Abenddämmerung mit angezündeten Laternen zum Fischfang a la encesa auslaufen.

Empúries, in der Nähe von L'Escala gelegen, hat zwar einen Strand. Der tritt aber zurück angesichts der Tatsache, dass sich hier die bedeutendste archäologische Fundstätte Spaniens befindet, die die griechischen Ruinen von Paleópolis in San Martín de Empúries, Neópolis, die Nekropole und die römischen Ruinen sowie das monographische Museum der Ausgrabungen umfasst. Die Gründung von Empúries wird Griechen aus Massalia zugeschrieben, die sich 550 vor Christus bereits in Marseille niedergelassen hatten. Sie errichteten zuerst auf einer Insel einen kleinen Handelsplatz in der Nähe der einheimischen Siedlung Indika, nämlich Paleópolis. Fünfzig Jahre später gründeten sie auf festem Boden Neópolis das griechische Emporion, das sich mit Indika verband und in eine bedeutende griechische Kolonie verwandelte.

Die Römer landeten in Empúries, um gegen die Karthager zu kämpfen. Sie schufen eine Stadt, die zehnmal größer war als die griechische. Die Westgoten machten sie zum Bischofssitz, während die Mauren, denen Empúries Widerstand leistete, die Stadt niederrissen. Schließlich wurde die Zerstörung durch die normannischen Piraten im neunten Jahrhundert vervollständigt.

Beim Besuch der Ruinen lernt man den Markt, die Agora, das heilige Viertel mit den Tempeln, deren Hauptbau Jupiter Serapis geweiht war, kennen. Unter einer Gruppe von Nischen oder Altären wurde die Statue des Askulap gefunden, deren Reproduktion man sehen kann. Das Museum stellt Reproduktionen der wertvollsten Fundgegenstände aus, die in Barcelona und Girona aufbewahrt werden. Im Hafenviertel befinden sich die Ruinen einer christlichen Basilika sowie westgotische Sarkophage. Von der römischen Stadt sind die Südmauer, das Amphitheater und der Kampfplatz sowie Reste einer römischen Villa mit impluvium, Höfen mit Bogengängen und kostbaren Mosaiken erhalten.

Von Sant Pere Pescador nach Cadaques

Nach der Fahrt durch das bukolische, von den Fischern geprägte Örtchen Sant Pere Pescador, das mitten in der riesigen, goldfarbenen Sandbucht des Golfes von Roses liegt, kann man einen 15 Kilometer langen, empfehlenswerten Ausflug ins Innere nach Castelló d' Empuries unternehmen. Dieses interessante Städtchen war zwischen dem zehnten und 14. Jahrhundert der Mittelpunkt der Grafschaft Empóries. Seine herrliche gotische Kirche Santa María hat einen romanischen Turm. Sehenswert sind die Fassade und die Apsis sowie das Alabasterretabel des Hochaltars. 

Über das ganze Städtchen verstreute Bauten zeugen von seiner ruhmreichen Vergangenheit: das Stadthaus, ein Beispiel der Zivilgotik, der Grafenpalast. die Kirche Santa Magdalena, das Kloster La Merced, der Platz mit Bogengängen und die gotische Muga-Brücke. An der Küste liegt die Feriensiedlung Empuria brava, eine der komplettesten Bootssportanlagen Spaniens: ein großer Sporthafen, Kanäle für die Schifffahrt, Flugplatz, Reitsport, Scheibenschiessen und so weiter.

Roses bietet dem Reisenden historische und touristische Aspekte. Roses ist über der Stadt Rhoda erbaut, einer griechischen Kolonie aus dem neuntenJahrhundert. Es war Zeuge vieler Schlachten, bei denen seine große, sternförmige Festung aus dem 16. Jahrhundert fast ganz zerstört wurde. Innerhalb des Festungsgeländes liegen die Reste des alten Benediktinerklosters und der Basilika Santa María de Roses. Dieser Aufschwung basiert auf dem vier Kilometer langen, feinsandigen Strand und der großen Ausdehnung der Zone, die heute mit einer schönen Uferpromenade, Bootssportanlagen mit großem Fassungsvermögen und zahlreichen Freizeiteinrichtungen ausgestattet ist. Hinzu kommt unter anderen der Ausflug zu den Buchten Canyelles Petites, Canyelles Grosses, Calas de Montjoi und Cala de Jóncols hinter Kap Norfeu. Auf dem Aussichtspunkt Puig Rom, wo sich die Burg Trinitat erhebt, kann man den großartigen Dolmen La Creu d'en Cobertella von enormen Ausmaßen sehen.

Cadaqués, nördlich der gekrümmten, buchtenreichen Küste gelegen, ist als nächste Etappe für den Reisenden unumgänglich, der die Costa Brava kennenlernen will. Von Malern, Künstlern und Intellektuellen entdeckt, die es zu ihrem Wohnsitz wählten, ist es vor den Nachteilen, die das demographische Wachstum mit sich bringen kann, bewahrt geblieben. Es ist schwer zu sagen, was an Cadaqués, das bei Kap Creus auf einer sich ins Meer vorschiebenden Halbinsel liegt, am meisten überrascht: die Landschaft mit den grauen Schiefersteinen und dem Silbergrün der Olivenbäume, den weißen, sich vom Hintergrund abhebenden Häusern und die Unendlichkeit des Meeres oder sein Magnetismus, seine Eigenart.





Sehenswürdigkeiten, Rundfahrten,

Davon wusste Dalí, der es auf seinen Bildern darstellte und dazu beitrug, das heutige Renommee dieser Stadt als bedeutendes Kunstzentrum der Avantgarde zu verbreiten, wo in den zahlreichen existierenden Kunstgalerien bemerkenswerte Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Im Museum für graphische Kunst sind Werke von Dalí, Zeichnungen, Skulpturen und Objekte, zu sehen. Das Kunstmuseum bewahrt Werke von mit Cadaqués verbundenen Malern.

In der Kirche mit ihrem kunstvollen Barockrentabel wird im August das Internationale Musik-Festival abgehalten. Um das Rätsel dieser Stadt zu entziffern, sollte man die steilen Straßen durchstreifen, die Galerien besuchen, Modeartikel in den Boutiquen ansehen, ein Glas in den cellers, bis ins 19. Jahrhundert aktiven Bodegas, trinken, oder in den Cafés an der Uferpromenade sitzen. Ganz in der Nähe von Cadaqués liegt Portlligat, ein kleiner Strand mit durchsichtigem Wasser, wo Salvador Dalí seinen Wohnsitz hatte.

Wenn man Kap Creus und Kap Gros hinter sich lässt, gelangt man nach El Port de la Selva, einem natürlichen Zufluchtsort für Boote und Yachten. Das Fischerdorf hat sich dem Tourismus geöffnet. ohne jedoch auf die Seefahrt und die Geruhsamkeit zu verzichten. In seinem Bezirk liegt das herrliche Benediktinerkloster Sant Pere de Rodes das von seinem privilegierten Standort aus die gesamte Zone beherrschte. Ihm wird das Abholzen der Wälder zugeschrieben, die früher den Ortsnamen La Selva del Mar, Wald des Meeres, rechtfertigten.

Von Sant Pere de Rodes zeugen die Ruinen einer ehemals großen, romanischen Festung, an denen man arabische und karolingische Einflüsse feststellen kann. Nachdem die Mönche sie im 18. Jahrhundert verlassen hatten. wurde sie vom Volk geplündert.

Die dreischiffige Kirche hat den Grundriss eines lateinischen Kreuzes. Von der Abtei sind zwei Türme erhalten. Die Restaurierung der gesamten Anlage ist in Angriff genommen. Der Aufstieg in die Sierra de Rodes zu den Ruinen des Klosters gestattet ferner. die gesamte Küste zu überschauen und mit dem Blick ein Panorama einzufangen, das sich am Meereshorizont verliert. Ganz in der Nähe befindet sich der als Taula dels Lladres bekannte Dolmen mit kleineren Ausmaßen.

Llança, Colera und Portbou sind gegenwärtig die letzten Touristenorte. Von ihnen kann man die Buchten und Strände Grifeu de EIs Capellans, La Farella, Rovellada und El Garbet, de El Pi und Tres Platjetas erreichen, wo das Meer auf die Pyrenäen trifft. Llanca hat ein Wassersportbecken, während Portbou durch seinen Grenzhafen charakterisiert ist. Die Bucht von Portbou bildet einen glänzenden Schlusspunkt an der Costa Brava.


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