Francisco de Zurbaran, spanischer Maler

Francisco de Zurbarán wurde 1598 bei Badajoz, Extremadura, geboren. Er zeigte früh eine Begabung für die Malerei und ging mit 16 als Lehrling zu einem Maler nach Sevilla.

Er zog später nach Llerena, der bedeutendsten Stadt der Umgebung in dieser Epoche, wo er fast ununterbrochen bis 1628 wohnte. 1626 unterschrieb er einen Vertrag mit dem Prior des Dominikanerklosters San Pablo el Real in Sevilla, wobei er sich verpflichtete, 21 Gemälde innerhalb von acht Monaten anzufertigen.
Mit diesem Auftrag wurde der Ruf Zurbaráns etabliert.
Zwischen 1626 und 1628 besuchte Zurbarán für mehrere Monate seinen Freund Diego Velasquez in Madrid. Dessen Ruhm war – im Gegensatz zu Zurbaráns – inzwischen beträchtlich gewachsen.

Es folgten weitere Aufträge von unterschiedlichen Würdenträgern wie dem Vorstand des Konvents de la Merced in Sevilla oder den Dominikanern von San Pablo el Real. Schon im Juni 1629 luden die Stadtväter von Sevilla Zurbarán ein, nach Sevilla überzusiedeln, da seine Malerei einen solchen Ruf erlangt hatte, daß er ein Gewinn für das Ansehen Sevillas wurde. Er nahm die Einladung an, siedelte mit seiner Familie über und wohnte bis 1658 in Sevilla.

Zurbarán erhielt den Titel eines Hofmalers von König Philipp IV. und kann als wohlhabend bezeichnet werden.

1639 starb seine zweite Frau, ihr Tod hatte ein Nachlassen der Qualität des Schaffens Zurbaráns zur Folge, wenn sich auch die Quantität durch Mithilfe von Assistenten und seiner Werkstätte noch vergrößerte. Auch werden zahlreiche Kopien seiner Werke angefertigt.

1645 erlitt sein Ruhm einen herben Rückschlag, als Bartolomé Esteban Murillo mit seinen heiteren, volksnäheren und realistischen Werken die Franziskanerkirche in Sevilla ausschmückte. Zurbaráns strenge asketische und überirdische Malweise war nicht mehr konkurrenzfähig.

Im Mai 1658 übersiedelte Zurbarán nach Madrid, um mehr Aufträge zu bekommen und damit seine missliche finanzielle Lage aufzubessern. 1662 war Zurbarán am Ende seiner Karriere angelangt, er starb 1664 in Madrid.

Sein Ruhm war verblasst, seine Verdienste waren jedoch groß. Neben Velazquez und Ribera ist er der führende Vertreter der religiösen spanischen Barockmalerei. Sein Werk ist von einer Monumentalität mit einer hervorragenden Hell-Dunkeltechnik, wahrscheinlich von Caravaggio inspiriert, gekennzeichnet. Die Darstellung und die Verwendung der warmen, leuchtenden Farben sind typisch für Zurbaráns Stil, der sich heute wachsender Wertschätzung erfreut

Seine Bilder verkörpern die geistigen Bestrebungen und die religiöse Atmosphäre des siebzehnten Jahrhunderts in Spanien. Vielleicht übte Francisco de Zurbarán weit weniger Einflussals El Greco, Murillo oder Velasquez aus, aber er bleibt auf seinem eigenen Gebiet unübertroffen.

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