„Gesetz der Erinnerung“ – Spanien will Opfer der Franco-Diktatur entschädigen

3 Jahre Bürgerkrieg, 600.000 Tote und 100.000 in Massengräbern verscharrte Regimegegner – die traurige Bilanz einer dunklen Epoche Spaniens.
Nun, 70 Jahre nach dem Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs, will Spanien die Opfer der Francodiktatur entschädigen.
Das von Ministerpräsident Zapatero angestoßene Gesetz der Erinnerung sieht eine moralische Rehabilitierung und eine finanzielle Wiedergutmachung für die Hinterbliebenen der Franco-Opfer vor. So erhalten die Familien der erschossenen Soldaten 135.000 Euro, politische Gefangene für 3 Jahre Haft unter dem Franco-Regime 6000 Euro. Weiterhin verbietet es alle Veranstaltungen zur Glorifizierung des Bürgerkrieges und alle öffentlichen Symbole, mit denen die Franco Diktatur geehrt wird, sollen verschwinden. Das Gesetz muss allerdings noch vom spanischen Parlament verabschiedet werden.
Die konservative Opposition spricht sich gegen das Gesetz aus. Es werde die Gesellschaft spalten und alte Wunden öffnen. Zapatero versichert jedoch, dass er die Geschichte nicht neu schreiben wolle, es ginge ihm lediglich um Eintracht und Versöhnung.

01.08.2006
Anne Ruitz

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