Andalusien von seiner schönsten Seiten – die Costa de la Luz

Wer Spanien abseits von Hotelburgen, überfüllten Stränden und Massentourismus erleben und kennen lernen möchte, sollte die südwestlichste Region Spaniens bereisen – die Costa de la Luz.

Während östlich von dem berühmten Affenfelsen von Gibraltar, in dem Gebiet um Malaga und Marbella, noch Hotelburgen, Baukräne und Luxusvillen das Landschaftsbild prägen, bietet sich dem Besucher westlich der Engstelle zwischen Europa und Afrika ein völlig anderes Bild – eine Landschaft von unbeschreiblicher Schönheit.

Kleine weiße Fischerdörfer an der Küste sowie im Hinterland, unzählige idyllische, abseits vom Trubel der Städte gelegene Buchten und kilometerlange Sandstrände – eine karge, aber wunderschöne Landschaft mit weitläufigen Pinienwäldern.
Große Hotelanlagen gibt es nicht, da diese Region erst sehr spät touristisch erschlossen wurde. Landschaft und Küste sind bis heute weitgehend von Kennzeichen des Massentourismus verschont geblieben. Die Verantwortlichen achten durch strenge Bauvorschriften, darauf, dass Flair und Einzigartigkeit der Landschaft trotz Tourismus erhalten bleiben.
Dörfer wie Conil de la Frontera, Chiclana de la Frontera oder Vejer de la Frontera sind charakteristisch für die Küste des Lichts. Vejer wurde 1976 zum schönsten Dorf Andalusiens gekrönt. Ein Spaziergang durch die engen Gassen und der Blick, den man über die Küste, aufgrund der etwas erhobenen Lage von Vejer hat, machen einen Besuch lohnenswert.

Auch Surffans kommen hier auf ihre Kosten, denn der Atlantik und der kräftige Wind der hier oft weht, machen diese Region zu einem der Surferparadiese der Welt. Wer an Surfen denkt, denkt zuerst an Hawaii und direkt danach an Tarifa.
Sonnenanbeter sollten sich daher lieber in eine der vielen Buchten zurückziehen, um Schutz vor dem Wind zu finden.

Aber nicht nur kleine Fischerdörfer, Meer, Wind und Pinienwäldern faszinieren durch ihren Charme, auch die Städte der Costa de la Luz sind einen Besuch wert.
Cádiz ist ein Muss für jeden Besucher der Region. Diese historische Stadt ist mit seinen 3000 Jahren die älteste Stadt Westeuropas. Neben der Geschichte, die Cádiz kennzeichnet, ist es vor allem die besondere Lage, welche die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz so sehenswert macht.
Cádiz liegt auf einer schmalen Landzunge und ist nur über zwei Zufahrtswege erreichbar. Am Ende dieser Landzunge liegt der historische Stadtkern, der an drei Seiten vom Atlantik begrenzt wird. Auf den weitläufigen Plätzen, in den üppigen Parks und in den Gassen der Stadt reflektiert sich das Licht des Ozeans. Wer sich durch die Straßen von Cádiz treiben lässt, kann hier, mehr als irgendwo anders, erkennen warum diese Küste die Küste des Lichts genannt wird.

Eine weitere Stadt mit viel Flair ist Jerez de la Frontera – Zentrum der Sherryproduktion, die Wiege des Flamenco und Sitz der Königlich Andalusischen Reitschule.
Auch ein Blick in Andalusiens Hauptstadt Sevilla lohnt sich. Hier trifft man auf das Andalusien, wie man es sich vorstellt: historische Bauten, die Innenstadt, ein Gassenwirrwarr, welches im Sommer mit Leinentüchern überspannt ist, damit die Sonne die Stadt nicht zu sehr aufheizt, Straßenmusiker und das Singen der Flamencokünstler.

An der Costa de la Luz zeigt sich Andalusien von seiner schönsten Seiten, ebenso einzigartig wie unvergesslich.

Anne Ruitz

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