Christoforo Colombo

    Cristoforo Colombo  (dtsch: Christoph Kolumbus) wurde 1451 als Sohn eines armen Wollwebers in Genua geboren. Er erlernte den Beruf eines Wollwebers. Er interessierte sich schon früh für Berichte aus fernen Ländern und studierte geographische Landkarten. Bereits mit 14 Jahren fuhr er zur See.

    Am 3. August 1492 segelte Christoph Columbus mit dem Flagschiff Santa Maria und einer kleinen Flotte aus den beiden Begleitschiffen Pinta und Nina auf große Fahrt aus dem Hafen der spanischen Stadt Palos. Die erste Etappe zu den Kanarischen Inseln galt als Test für die Seetüchtigkeit der Schiffe.

    Am 12. Oktober 1492 erreichte Columbus mit seiner Flotte San Salvador, von den Eingeborenen Guanahani genannt, das er in spanischen Besitz nahm. Bereits zwei Tage später segelte Columus weiter und stieß auf Kuba, nachdem er weitere kleinere Inseln entdeckt hatte. In Anerkennung des Thronerben von Kastillien und Aragon taufte er sie auf den Namen Juana. Columbus war in Kuba auf der Suche nach Gold, das in den Berichten von Marco Polo beschrieben war. Bei seiner Weiterfahrt landete Columbus auf Haiti.

    Während seiner ganzen Erkundungen machte er Überlegungen zur Kolonialisierung des Landes und Christianisierung der Eingeborenen. Das Flagschiff Santa Maria lief auf einer Sandbank auf und konnte nicht mehr fahrtüchtig gemacht werden. Also wurde die erste Kolonie in Amerika gegründet, die Siedlung Villa de la Navidad auf Haiti. Nach einer unwegsamen Rückfahrt liefen die beiden Begleitboote am 15. März 1493 wieder im Hafen von Palos ein. Columbus bekam vom spanischen Königshaus den Adelstitel verliehen und erhielt die Vizekönigschaft der entdeckten Inseln.

    Die Fahrten des Christoph Kolumbus und seine Entdeckungen

    Auf seiner zweiten Fahrt zwischen 1493 und 1496 bestand seine Flotte aus 17 Segelschiffen und 1.200 Mann Besatzung. Sie erreichte die Kleinen Antillen, Puerto Rico und Jamaika. Bei einem Halt auf Haiti entdeckte Kolumbus, dass alle Bewohner der Siedlung Villa de la Navidad umgekommen waren durch Streitigkeiten und das ungewohnte Klima. Am 2. Januar 1494 gründete er auf Haiti das Fort La Isabella mit über 100 Häusern und einer Kapelle.

    Noch immer war er auf der Suche nach Gold. Bei der Fortsetzung seiner Fahrt entlang der kubanischen Küste meinte er, das asiatische Festland entdeckt zu haben. Zurück in der Siedlung La Isabella setzte Columbus die Eingeborenen mit Gewalt unter Druck und begann einen Sklavenhandel. 1496 kehrte er nach Spanien zurück um Rechenschaft abzulegen, unter anderem auch über die geringen Goldlieferungen.

    Im Mai 1498 stach Columbus zu seiner dritten Entdeckungsreise in See. Sie dauerte bis zum Jahr 1500. Dabei entdeckte er die Orionoco-Mündung und damit Südamerika sowie Trinidad. In der Zwischenzeit war die Stadt Santo Domingo auf Haiti von Columbus Bruder gegründet worden. Es herrschte Kriegszustand auf der Insel zwischen den weißen Siedlern, die weiterhin die Eingeborenen unterdrückten. Christoph Columbus und seine zwei Brüder wurde nach Spanien gebracht und mussten abermals Rechenschaft vor dem König ablegen.

    Nach einen Aufenthalt in einem Franziskanerkloster in Granada unternahm Admiral Columbus von 1502 bis 1504 eine vierte Forschungsreise an die mittelamerikanische Küste nach Honduras.

    Christoph Columbus starb am 21. Mai 1506 in Valladolid.

    Der von Columbus entdeckte Erdteil wurde 1507 von dem Kartografen Martin Waldseemüller nach dem italienischen Seefahrer Amerigo Vespucci benannt: Amerika.


    Informationen zum Thema spanische Geschichte von 1451 bis 1700

    Geschichte von Spanien

    Spanien-ABC
    Author: Spanien-ABC

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