In der heutigen Gesellschaft neigen die Menschen dazu, andere in „gut“ und „böse“ einzuteilen.Gut sind die Lottofee, die Nanny und der Milchmann. Böse sind de Staubsaugervertreter, Peter Hartz und der Zahnarzt.Letzterer, so wie man ihn von zuhause kennt, bringt besonders viele Unannehmlichkeiten mit sich.

    Der böse Zahnarzt

    Nehmen wir an, Sie haben gravierende Zahnschmerzen und möchten den Mann in weiß um Hilfe bitten…

    Bei der telefonischen Absprache eines Termins (ohne trauen Sie sich gar nicht erst in die Praxis) erhalten Sie trotz eindrucksvoller, mit lauten Klagelauten begleiteten Beschreibung ihrer Schmerzen erst einen Termin in zwei Monaten, nicht ohne die eindringliche Bitte der Dame am anderen Ende des Telefons, ein wenig Zeit mitzubringen. An dem vereinbarten Tag tauchen Sie eine Stunde eher auf, denn erst zu dem angesagten Zeitpunkt zu kommen würde nur ein verständnisloses Kopfschütteln der Sprechstundenhilfe hervorrufen.

    Nach Anmeldung werden Sie in einen kleinen, überfüllten Raum mit unbequemen Sitzmöbeln und Milchglastür gebeten. Ca. anderthalb Stunden später werden Sie aufgerufen und versuchen mit Mühe, der hastigen Assistentin durch die verwinkelten Gänge in eins der sieben Sprechzimmer zu folgen.
    Dort angekommen und Platz genommen, hat der Zahnarzt dann nach einer weiteren halben Stunde Zeit für Sie. Missmutig kann sich Ihnen dieser dann fünfzehn Minuten widmen, mit dem Wissen, dass er dank auferlegten Einsparungen durch Krankenkassen bzw. Regierung auch an diesem Tag trotz Unmengen behandelter Patienten nicht viel verdienen wird.

    Er wird ihre Ansprüche, wie gesetzlich gefordert, in eines der Kriterien „ausreichend“, „zweckmäßig“ oder „wirtschaftlich“ einteilen müssen, um letztendlich zu dem Ergebnis zu kommen, dass Sie die Kosten der Behandlung selber zu tragen haben, da die Behandlung ihres Leidens, so schmerzvoll und dringlich es auch sein mag, keine der eben genannten Punkte erfüllt.

    Sie willigen ein, lassen sich vom Schmerz befreien, gehen nach Hause und sagen sich „Zahnärzte sind böse Menschen“.

    Der gute Zahnarzt

    Sie haben Zahnschmerzen. Sie rufen in der Praxis an. Die Leitung ist frei. Sie wollen gerade ihr Klagelied anbringen, werden allerdings von der Dame am anderen Ende daran gehindert, denn Sie erhalten einen Termin. Sofort.

    Sie fahren zur Praxis. Dort nehmen Sie auf einer angenehmen Couch im offenen Wartebereich Platz und müssen nicht die Bunte lesen, da erstens eine gehobene Auswahl an Zeitschriften in wahlweise spanisch, englisch und deutsch besteht und zweitens Sie gar nicht lange warten müssen.

    Sie werden in eins der zwei Sprechzimmer gebeten und nehmen Platz. Der Zahnarzt, der zur Stelle ist, auch. Denn er wird sich mit Ihnen unterhalten. Über ihr Leiden, über Behandlungsmöglichkeiten, über Sie. Dann werden Sie umsorgt. Sollte es dazu kommen, dass ihr Leiden in einen Bereich außerhalb der Zahnmedizin fällt, zum Beispiel in den organischen, müssen Sie nicht gehen (wollen Sie auch gar nicht). Denn der Zahnarzt ist so kompetent, dass er auch Probleme außerhalb der Zahnheilkunde behandeln kann.

    Sie machen sich natürlich Sorgen um die Finanzierung, aber das müssen Sie nicht. Denn dieser Zahnarzt praktiziert nicht in Deutschland. Hier in Spanien muss er sich nicht täglich um zwei Stunden Zeit aufgrund von Papierkriegs stehlen lassen, um seine Patienten in Kategorien einzuteilen.

    Deswegen hat er auch Zeit für seine Patienten. Und noch etwas – er hat Spaß an seiner Arbeit. Weil der Mensch zählt, nicht der einzelne Zahn. Weil er die Möglichkeit hat, in einem breiten Behandlungsspektrum zu agieren.
    Und deswegen gehen sie nicht nur schmerzfrei, sondern auch beschwingt nach Hause und gesellen dabei gedanklich den Zahnarzt zu der Lottofee.

    Ich werde Ihnen an dieser Stelle etwas verraten: Zweitere Geschichte ist nicht erfunden.

    Die Praxis, von der geschrieben wird, ist die BIODENTAL Dénia S.L., wo sie auf den „guten“ Dr. Wolfgang Philippeit treffen werden, der zusammen mit Dr. Michael Bachmann (auch gut) diese Praxis leitet.

    Dr. Philippeit, Jahrgang 1950, verheiratet und dreifacher Vater, führt diese Zweitpraxis in Dénia seit 1999 und wird sich nächstes Jahr ausschließlich dieser widmen. Abgesehen von dem Studium der Zahnmedizin hat er ebenfalls eine Ausbildung in Homöopathie (Heilbehandlung mit kleinsten Dosen von Heilmitteln), Kinesiologie (Wissenschaft, die sich mit den physiologischen Bewegungsabläufen befasst), Gnathologie (Lehre von der Kaubewegung des Kiefers) und in Kiefergelenkdiagnostik und -therapie nach Dr. Gelb.

    Er kann Ihnen somit mit medizinischen Fachwissen als auch mit menschlichem Einfühlungsvermögen und vor allem Zeit beiseite stehen, und dass in den Sprachen Spanisch, Französisch, Englisch und Deutsch.

    Nach getaner Arbeit, die ihm in diesem Land dank fehlender erschlagender Bürokratie sehr viel Freude macht, setzt er diese gerne beim Tangotanzen mit seiner Frau um.

    BIODENTAL DENIA S.L.
    Calle Diana 22
    03700 Denia / Alicante
    Tel.: (+34) 966 435 012

    Geschrieben von Sonja Kiekens

    Spanien-ABC
    Author: Spanien-ABC

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