Erste Hilfe – Was tun bis die Profis kommen

Es ist nicht immer der Autounfall, Notfälle lauern an jeder Ecke, und die meisten passieren nicht auf der Straße, sondern im Haushalt. In jedem Moment unseres Lebens kann es passieren; ein junger Mann stolpert in der Küche, ein Kind wird von einem Auto erfasst oder ein älterer Herr sackt ohne ersichtlichen Grund zu Boden. „Was nun? Einer müsste sich doch um den Erkrankten oder Verletzten kümmern; jemand könnte doch mal schauen, ob er Hilfe benötigt. Soll ich? Aber ich weiß doch gar nicht, was ich machen soll. Am Ende mache ich noch etwas falsch!“ Diese oder ähnliche Gedanken gehen in einer akuten Notfallsituation bestimmt vielen Menschen durch den Kopf. Wahrscheinlich kommt es den Betroffenen auch in den Sinn den Notruf zu wählen. Die Telefonnummer des Rettungsdienstes – europaweit 112 – sollte jedem bekannt sein. Doch wie lange dauert es, bis Hilfe kommt? Hier verrinnt in einem Notfall wertvolle Zeit, in der ausgebildete Ersthelfer bereits mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen helfen können.

Jeder Deutsche, der im Besitz eines Führerscheins ist, hat auch einmal einen Erste-Hilfe-Kurs belegt – ist also ausgebildeter Ersthelfer. Aber Hand aufs Herz: Wie lange liegt das zurück? 5, 10, 20 Jahre oder mehr? „Ich hätte viel zu viel Angst, etwas falsch zu machen“, meint Norbert B. aus Denia auf die Frage, ob er Erste Hilfe leisten würde, wenn er einen Notfall miterlebt. Vor über 40 Jahren hat er seinen Führerschein gemacht und somit auch einen Erste-Hilfe-Kurs belegt. Obwohl er sich noch an viele Maßnahmen erinnern kann, die er damals gelernt hat, ist er unsicher: Wann muss ich jemand in die Stabile Seitenlage bringen? Wie erkenne ich einen Atemstillstand? So wie Norbert B. geht es vielen: An eingeübte Maßnahmen erinnern sie sich, auch wenn der letzte Kurs schon Jahre zurückliegt – wenn auch leider nur schemenhaft. Doch viele haben vergessen, wozu eine bestimmte Maßnahme dient.

„Die einzige Möglichkeit, sicherer in Notfallsituationen zu werden, bietet ein Erste-Hilfe-Kurs, der nach spätestens fünf Jahren aufgefrischt werden sollte“, weiß Pascal Kolb, Erste-Hilfe-Ausbilder  und Tauchlehrer  aus Pedreguer. „Das kann auch kein Buch ersetzen. Zwar kann – und soll – man die Kontrollen von Atmung und Puls sowie die richtigen Lagerungen auch in der Familie oder mit Freunden üben. Beatmung und Wiederbelebung können jedoch nur an speziellen Übungspuppen unter fachlicher Anleitung erlernt werden.“ Der engagierte Trainer bietet Erste-Hilfe-Kurse für Vereine, Firmen und Privatgruppen (ab 3 Personen) an der Costa Blanca an.

Jedem ist zu wünschen, dass er sein Wissen bezüglich Erste Hilfe niemals anwenden muss. Doch die Sicherheit, dass man es könnte, wenn es nötig wäre, gibt ein sehr gutes Gefühl.

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