Guadalupe – Infos über Sehenswürdigkeiten und Urlaub

    Das Dorf Guadalupe zeichnet sich aus durch seine ländliche Architektur und seine Lage, aber diese Anziehungspunkte verblassen vor dem Königlichen Kloster, einem Bauwerk im gotischen Mudejarstil.
    Guadalupe, Strom des Lichts ist der Name, der mit der katholischen Marienverehrung gleichzusetzen ist. Nach seinem Sieg über die Araber 1340 in der Schlacht von El Salado ließ Alfons XI. das Kloster erbauen. Der Hieronymitenorden übernahm den Kult in der Klosterkirche und sogleich begannen die Wallfahrten.
    In diesem Kloster wurde Medizin und Chirurgie gelehrt. Hier wurden die ersten von der katholischen Kirche anerkannten Autopsien durchgeführt.
    Am 29. Juli 1496 ließ Christoph Kolumbus seine beiden indianischen Diener an dem Brunnen vor dem Eingang zum Kloster taufen. Ihre Taufurkunden sind im ersten Taufbuch des Klosters registriert.
    Das Klosterportal liegt zwischen den rechts befindlichen Türmen von Santa Ana aus dem 15. Jahrhundert und dem Turm der Pförtnerei aus dem 16 Jahrhundert. Ein hübsches Rosettenfenster im gotischen Mudejarstil schmückt die Fassade. Die Klosterkirche wurde von Papst Pius XII. zur Basilika erhoben. Die Bronzetüren stammen aus dem 14. Jahrhundert. Von Paolo von Köln wurden sie mit Szenen aus dem Leben Jesu und der Jungfrau Maria versehen.
    Die Besichtigung des Klosters dauert eine Stunde. Sie beginnt im Stickereienmuseum, wo man exquisite Arbeiten der Mönche betrachten kann. Dieses Museum ist als eins der besten weltweit anerkannt.
    In der Basilika ist das Pult von Philipp II. hervorzuheben. Es wurde 1561 in Rom von Juan Guiamín angefertigt und wird heute als Tabernakel benutzt. Die kleine Figur der dunkelhäutigen Gottesmutter ist romanisch.
    Unerlässlich ist auch der Besuch der Sakristei, wo acht Bilder von Francisco de Zurbarán zu sehen sind. Ihnen verdankt diese Sakristei in Spanien eine besondere Vorrangstellung.
    Der alte Klosterbau vereint in sich alle bekannten Kunststile, aber doch überrascht es, orientalische Einflüsse an dem berühmten Kreuzgang im Mudejarstil zu entdecken, wo ein kleiner, 1405 errichteter Tempel zu sehen ist.
    In Guadalupe kann man Stücke aus Kupfer und Messing erwerben, die auf die Kupferschmiedekunst hinweisen, für die das Dorf schon im 15. Jahrhundert berühmt war.
    In den gegenüber dem Kloster gelegenen, alten Hospital ist der Parador Zurbarán eingerichtet. Hier kann man die seit Jahrhunderten gerühmte Gastronomie von Guadalupe kosten. Bei den Hieronymiten galten von jeher konkrete Normen für die Küche und die Vorräte. Ein Glas Likör aus Guadalupe ist ein guter Abschluss für ein schmackhaftes Essen.


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    Author: Spanien-ABC

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