Óscar Domínguez – Avantgarde Künstler des Surrealismus

    Der spanische Maler Óscar Dominguez Palazón, kurz Óscar Dominguez wurde am 3. Januar 1906 geboren. Sein Geburtsort ist San Cristóbal de La Laguna auf Teneriffa. Er prägte die spanische Malerei nachhaltig durch seine surrealistische Malerei. Ebenso galt er als Experimentator für neue Maltechnken und surrealistischen Skulpturen.

    Sein Vater war bedeutender Landbesitzer in Tacoronte, seine Mutter starb als er zwei Jahre alt war. Die Jugend verbrachte Dominguez sowohl in La Laguna als auch in Tacoronte. Das Gemälde „Selbstporträt mit Pfeife“ (Autorretrato con pipe) stammt aus dem Jahr 1926 und ist das älteste erhaltene Gemälde von Dominguez.

    Der Avangarde-Künstler Dominguez zeichnete sich durch eine große Vielseitigkeit und Facettenreichtum aus. Die Transformation vertrauter Alltagsgegenstände in verfremdete Phantasiegebilde zeigten sich in seinen ersten surrealistischen Gemälden. Damit gehörte Dominguez zur Front der surrealistischen spanischer Maler.

    Ende der 1920er Jahre zog er nach Paris. Zunächst lebte er bei seiner Tante und deren Mann, dem Maler Álvaro Feriña. In Paris etablierte er sich dauerhaft. Zur Ableistung seines Militärdienstes musste er 1928 nach Teneriffa zurückkehren. Hier zeigte er im Circulo de Bellas Artes de Santa Cruz de Tenerife zusammen mit der Malerin Lily Guetta seine ersten Bilder.
    Während diesem Teneriffaaufenthalt traf er das erste mal mit Eduardo Westerdah zusammen. Er wurde einer seiner besten Freunde. 1929 ließ sich Óscar Dominguez in Paris nieder. Dominguez pflegte enge Beziehungen zu den surrealistischen Dichtern der Pariser Bewegung. Hierzu gehörten André Bretón, Georges Hugnet und Jacquez Herold.

    Im Jahr 1931 starb sein Vater. Für einige Monate kehrte Dominguez nach Teneriffa zurück. In dieser Zeit stellte er auch seine ersten surrealistischen Bilder im Circulo aus.
    Auch 1933 reiste er mit seiner Freundin, einer polnischen Pianistin nach Teneriffa. In dieser Zeit wurde dort seine erste Einzelausstellung gezeigt. Die Einführung der Avantgarde auf den Kanarischen Inseln konnte er zusammen mit Eduardo Westendah erreichen. Dafür sorgte auch seine Beteiligung an der Surrealismus-Ausstellung in Atenei in Santa Cruz auf Teneriffa 1935.

    Auf Grund der deutschen Besetzung von Paris etablierte sich Dominguez in Marseille. Hier hatte er durch das Magazin La Main á Plume an der surrealistischen Untergrundbewegung teil. 1936 entwickelte er ein Abklatschverfahren, die Décalcomanie, bei der sich durch Tinten- und Farbtropfen imaginäre Landschaften herausbilden. Das Verfahren zählt zu der Technik der Monotypie.

    Eine enge Freundschaft mit Picasso bildete sich Mitte der 1940er heraus. Vorher erfolgte die Trennung von der Bréton-Gruppe. Auch Dali beeinflusste sein Werk nachhaltig. Dominguez hatte Einzelausstellungen in Paris und New York. Auch auf einer internationalen Ausstellung in Brüssel war er mit seinem Werk vertreten.

    Eine weitere Einzelausstellung 1953 in Paris zeigt, dass sich Dominguez auch mit anderen Techniken beschäftigte. Graphische Änderungen erinnern an Werke von Paul Klee.

    In der Sivesternacht 1957 begeht Óscar Dominguez in Paris Selbstmord. Ausschlaggebend hierfür waren seine Isolation in den Nachkriegsjahren und seine künstlerische Stagnation.

    TB/12.12

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    Author: Spanien-ABC

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