Italien & Spanien zeigen, wie gesund Rauchverbote sind

In Deutschland und Frankreich ärgern sich Raucher und Gastronomen über die nun geltenden weitreichenden Rauchverbote. Dass diese sinnvoll sind für die Gesundheit und dass sie den Nikotinkonsum einschränken, zeigen Spanien und Italien.
Drei Jahre nach Inkrafttreten eines Rauchverbots in Italien (Rauchverbot in Büro, Restaurants, Cafés und an anderen öffentlichen Orten) zog die italienische Regierung eine positive Bilanz: 2007 wurden sechs Prozent weniger Zigaretten als vor dem Inkrafttreten des Gesetzes verkauft, die Zahl der Raucher sank von 23,9 auf 22,7 Prozent.
Verstöße gegen das Rauchverbot werden mit bis zu 275 Euro geahndet. Sind Schwangere oder Kinder unter zwölf Jahren in der Nähe, kann sich die Strafe für Raucher sogar verdoppeln. Besitzer von Bars oder Restaurants müssen mit Bußgeldern bis zu 2200 Euro rechnen, wenn sie bei Rauchern ein Auge zudrücken.
Seit zwei Jahren gilt in Spanien ein nicht ganz so strenges Rauchverbot wie in Italien: In Gaststätten mit einer Fläche von mehr als 100 Quadratmetern darf noch in abgetrennten Raucherzonen geraucht werden, in kleineren Lokalen ist es den Besitzern freigestellt, ob sie den blauen Dunst zulassen oder nicht. Am Arbeitsplatz allerdings gilt absolutes Rauchverbot.
In Spanien haben, seit dieses Gesetz gilt, 1,6 Millionen Menschen das Rauchen aufgegeben, in den vergangenen zwei Jahren ist die Zahl der verkauften Zigarettenschachteln um etwa 130 Millionen Stück zurückgegangen. Nichtraucherverbände in Spanien kritisierten jedoch, wegen mangelnder Kontrollen werde vielerorts gegen das Gesetz verstoßen.
Im benachbarten Portugal mehren sich die Proteste der Gastronomie gegen das seit gestern geltende Antirauchergesetz, das ähnlich ist wie das spanische. Hier drohen Strafen von 50 bis 50.000 Euro.


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