Rías Baixas / Galizien

Rías Baixas Küste bei Vigo in Galicien

Die Rías Baixas (oder auch Rias Bajas) der Region Galizien heißt die Küste nördlich und südlich von Vigo mit insgesamt vier Meeresbuchten, die ursprünglich aus überfluteten Flusstälern entstanden. Sie erstrecken sich vom Kap Finisterre bis hin nach Portugal. Die Rías Altas im Norden der Region Galizien sind steiler als die Rías Baixas und besitzen tiefere Buchten. Vilagarcía de Arousa, Pontevedra und Vigo sind Städte, die dem Verlauf der Rías Baixas folgen.

Die Rías Baixas in Galizien bestehen aus der Ría de Muros, der Ría de Arousa, der Ría de Pontevedra und der Ría de Vigo. Mit einer Länge von rund 37 km ist die Ría de Arousa die Längste.

Der Norden der Rías Baixas (Bajas)

Zu Beginn der Ría de Vigo liegen die Islas Cíes, die unter Naturschutz stehen. Folgt man der nördlichen Ría de Vigo gelangt man zum malerischen Fischerdörfchen Cangas, das gute Bademöglichkeiten bietet. Außerdem ist Cangas als Hexendorf bekannt. Zur Zeit der Inquisition im 17. Jahrhundert wurden hier mehrere Frauen als Hexen beschuldigt und hingerichtet. Weiter gelangt man zum Werfthafen und Marinestützpunkt Marín, ebenfalls mit einem ansehnlichen Fischerdorf.
Das ehemalige Kurbad La Toja erreicht man über die Ría de Pontevedra. Es gehört allerdings zur Ría de Arousa. Besonders sehenswert ist hier Cambados, eine 6000 Einwohner starke Kleinstadt in der man einen Kurzurlaub verbringen sollte. El Grove ist über eine Brücke von La Toja erreichbar. Mit einem Casino, einem Golfplatz und der Möglichkeit für vielfältige Wasserportarten ist El Grove ein Anziehungspunkt für viele Touristen.

Playa de Lanzada – Sehenswürdigkeiten

Südlich liegt die Playa de la Lanzada. Jeden Sonntag finden Wallfahrten in die hier situierte Ermita statt. Der Legende nach sollen hier unfruchtbare Frauen zur Sommersonnenwende im Meereswasser baden und somit fruchtbar werden. Entlang der Ría de Pontevedra passiert man die ebenfalls malerischen Orte Sangenjo und Combarro vorbei. In dieser Region wachsen die Trauben für den beliebten Albariño.
Auf dem weiteren Weg gelangt man nach Padrón, wo der Legende nach die Überreste des Apostels Jakob gefunden wurden. Hier kann man den Stein besichtigen, an dem das Schiff mit seinen Gebeinen anlegte. Dieser Stein befindet sich am Hauptaltar in der romanischen Kirche Santiago de Patrón. Vom Mirador de la Curota hat man einen Panoramablick über die gesamte Region der Rías Baixas.
Weitere interessante Ortschaften, die auf der Strecke der nördlichen Rías entlang liegen, sind etwa Noia und Muros. Noia ist eine sehr alte Hafenstadt, die wunderschöne mittelalterliche Gebäude vorweist, wie die Casa de los Churruachos und den Palacio Peña de Oro. Auch den Friedhof mit sehr alten Grabstätten sollte man sich nicht entgehen lassen. Von Noya aus gibt es gute Verkehrsverbindungen nach Santiago de Compostela, der berühmten galizischen Pilgerstadt.

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Der Süden der Rías Baixas

Von der Ría de Vigo geht es in südlicher Richtung zum Strandbad Panjón. Ein Denkmal erinnert hier an die Gefallenen der spanischen Handelsmarine. In Bayona legte die Pinta, das Entdeckungsschiff des Columbus, im Jahre 1493 an. Für Besucher ist vor allem das Castillo Monte Real von Bedeutung, das einen sehr schönen Blick über die Gegend verschafft.
Weiter südlich liegen die kleinen Dörfer Oya und La Guardia. Oya beherbergt das Benediktinerkloster Santa María la Real. Am Monte Santa Tecla, südlich von La Guardia, liegen heute die Überreste einer keltischen Siedlung. Funde aus dieser Zeit, sowie der darauffolgenden römischen Besetzung kann man in dem angrenzenden Museum besichtigen.

Sehr zu empfehlen ist auch ein Besuch der Kleinstadt Vilagarcía de Arousa mit der interessanten Hafenzone. Hier sind der Palacio Vistalegre und der gleichnamige Konvent aus dem 16. und 17. Jahrhundert auch sehr sehenswert. Vilanova de Arousa besitzt einen wunderschönen Sandstrand und bietet darüber hinaus Campingmöglichkeiten.
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Weine , Rebsorten der Region Rias Bajas

Typisch für die Rías Baixas ist das gleichnamige Weinanbaugebiet dieser Region in Galizien, in dem der galizische Albariño angebaut wird. Die Rebfläche erstreckt sich auf über 2000 ha. Der Legende nach soll die berühmte Albariño-Traube mit deutschen Zisterziensermönchen ins Land gelangt sein.
Die Weine der Rías Baixas zählen zu den Spitzenweinen schlechthin. Aufgrund der Lage am Atlantischen Ozean haben die Weine dieser galizischen Region ein ganz spezielles Aroma. Dies liegt an der erhöhten Feuchtigkeit. Der Großteil des Landes liegt auf Granit oder Schwemmland und dünnen Sandoberschichten.
Die Rebsorten dieser Region in Galizien sind mitunter Albarino, Loureira, Treixadura und Caino Blanco für Weißweine. Für die Rotweine Caino Tinto, Souson, Mencia, Espadeiro, Loureira Tinta und Brancella.

Marion Meerphol

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