San Antón

    San Antonio Abad, bekannter als San Antón, wurde 251 in Ägypten geboren und verbrachte einen Grossteil seines Lebens mit beten und fasten in der Wüste. Dort wurde er oft in Versuchung geführt, wobei ihm viele Male der Teufel in Frauengestalt erschien. Seit dem Mittelalter wird er als Schutzheiliger der Haustiere angesehen.

    Am Abend vor dem Tag des Schutzheiligen und an seinem Tag selbst werden forguerons genannte Freudenfeuer in zahlreichen Orten von Mallorca angezündet, bei denen auch die Dimonis, die Teufel, mitwirken. Weit zurück liegt der Brauch des Pi de San Antoni. Dabei wird eine Kiefer aufgestellt und eingeseift. An ihrer Spitze ist ein Hahn angebunden, um den die jungen Burschen kämpfen, indem sie versuchen, den Baum zu erklettern.

    Auch in anderen Teilen des Landes werden große Feuer und Lichter angezündet, besonders in Andalusien. Kastilien – La Mancha, Comunidad Valenciana und Aragón. Traditionell werden dels tres trombs genannte Umzüge in Kastilien und auf den Balearen veranstaltet. In Arquillos (Jaén) ist die Hauptfigur der Pelotero, der den in Versuchung führenden Teufel darstellt und die Bewohner mit einem Hanfpantoffel verfolgt.

    In Castellar de Santiago (Ciudad Real) dagegen werden Brot und Kuchen gesegnet und Hähne versteigert. Der Ball del Ciri (Tanz des Cirio) aus dem 17. Jahrhundert wird in Manlleu (Barcelona) am Nachmittag des Tages von San Antonio getanzt, während es in Mas de las Matas (Teruel) eine Prozession mit gesegnetem Brot und Masken gibt, mit der das örtliche Leben verulkt wird. Während der Prozession zur Ehren des Heiligen bringen die Einwohner von Trigueros (Huelva) ihm Schinken, Geld, Kuchen und mehr dar, während Reiter auf geschmückten Pferden in Villanueva de Alecolea und Lucena del Cid, beide in der Provinz Castellón, über Freudenfeuer springen.

    Die Encamisada in Navalvillar de Pela (Badajoz) findet in der Nacht des 16. statt, an der zahllose berittene und sorgfältig geschmückte Pferde teilnehmen, die auf einer mit Freudenfeuern besäten Runde über zwei Stunden lang durch den Ort traben, während ihre Reiter ununterbrochen San Fulgencio, San Antón, San Antonio und den Chiquirritino bejubeln.

    In einigen Ortschaften der Region Maestrazgo, wie Forcall (Castellón) und Mirambel (Teruel), findet die Santantoná statt, wobei die Versuchungen dargestellt werden, denen der Heilige in der Wüste ausgesetzt war. Zum Abschluss wird eine aus Kiefernzweigen bestehende Baracke abgebrannt. 


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    Author: Spanien-ABC

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