Freitag, 18.08.2006: Die großen Romanzen des 20. Jahrhunderts – König Juan Carlos und Königin Sofia von Spanien

    21:10 – 21:35 Uhr: Phoenix

    Bereits 1969 hatte Franco den Enkel des 1931 abgedankten letzten spanischen Königs zu seinem Nachfolger bestimmt. Juan Carlos eroberte nicht nur schnell die Herzen seines Volkes, er versprach ihm auch eine freiheitliche demokratische Grundordnung, freie Wahlen und einen wirtschaftlichen Aufschwung. Spanien machte sich auf den Weg nach Europa. Juan Carlos, lange als ‚Ziehsohn des Generalissimo Franco‘ bezeichnet, wandelte sich schnell zu einem aufgeklärten und zeitgemäßen König, und genießt auch durch Königin Sofia Hochachtung in aller Welt.

    Freitag, 18.08.2006: Tödliche Tapas – Im Krimi durch Spanien

    22:15 – 00:00 Uhr: arte

    Im August 2006 ermitteln drei Kommissare der europäischen Krimiszene auf ARTE. Neben dem Griechen Kostas Charitos in Athen und dem Italiener Salvo Montalbano auf Sizilien geht der Spanier Pepe Carvalho im katalanischen Barcelona auf Verbrecherjagd. Die drei Kommissare teilen die Liebe zur Wahrheit, die Verbundenheit mit ihrer Heimatstadt und die Neigung, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Ihre Ermittlungen führen den Zuschauer hinter die Kulissen der Gesellschaft des jeweiligen Landes und decken unbekannte Seiten und landestypische Spannungsfelder auf. Im Mittelpunkt des heutigen Themenabends steht der Schriftsteller, Journalist, Dichter, Essayist und Gastronom Manuel Vázquez Montalbán.

    Er spielt mit diversen literarischen Genres, wie er mit den Rezepten seiner katalanischen Heimat experimentiert. Geboren 1939 in einem benachteiligten Viertel Barcelonas, schien ihm das Schicksal eines Verlierers vorbestimmt. Doch sowohl er als auch seine im selben Viertel geborenen Schriftstellerkollegen Maruja Torres und Terenci Moix wehren sich. Bereits mit 18 Jahren, als er sein Philosophie-Studium beginnt, hat Montalbán klare politische Vorstellungen. Diese bringen ihn während der Franco-Ära drei Jahre ins Gefängnis. 1961 wird er Mitglied der sozialistischen Partei. Sein Debüt als Romancier liefert er im Jahre 1972 mit dem Buch ‚Ich tötete Kennedy‘, in dem zum ersten Mal die Figur des Detektivs Pepe Carvalho auftaucht. Der Durchbruch kommt 1974 mit ‚Carvalho und die tätowierte Leiche‘.

    Montalbáns in mehrere Sprachen übersetzten Krimis sind eine realistische Chronik des zeitgenössischen Spanien, erlebt und erzählt von dem etwas anderen Privatdetektiv Pepe Carvalho. Als Montalbán 1979 für ‚Tahiti liegt bei Barcelona‘ den Premio Planeta erhält, ist er bereits einer der meistgelesenen Autoren seines Landes.

    Samstag/ Sonntag, 19.08.2006: Jeff Corwins tierische Abenteuer – Spanien

    05:50 – 07:30 Uhr: RTL2

    Diemal bereist Jeff Corwin Südspanien. Ausgangspunkt seiner Tour ist die englische Kolonie Gibraltar, wo er auf dem berühmten Felsen die Berberaffen zeigt – die einzigen in Europa lebenden Affen. In Jerez de la Frontera besucht Jeff den Zoo der Stadt, wo es gelungen ist, den Iberischen Pardelluchs, eine sehr schöne und vom Aussterben bedrohte Wildkatzenart, in Gefangenschaft zu züchten. Im Park der Marine-Sternwarte der Hafenstadt Cádiz begegnet der Biologe Tieren, die man nicht in Spanien erwarten würde: Chamäleons. Im malerischen Sevilla ist Jeff mit einem spanischen Ornithologen verabredet, der ihn zu Nistplätzen des Rötelfalken führt. Der nahe Verwandte des Turmfalken legt seine Eier u.a. in Mauernischen von Gebäuden – in diesem Fall auf dem Dach der Kirche El Salvador.

    Sonntag, 20.08.2006: Das Flammenmeer Waldbrände in Spanien und Portugal

    13:15 – 13:45 Uhr: ARD

    Sie kämpfen mit Wassereimern und Gartenschläuchen gegen die Flammenwand, die sie zu verschlingen droht. Eine Chance haben sie eigentlich nicht, die Einwohner eines kleinen zentralspanischen Dorfes, sie geben aber erst auf, als ihre Häuser bis auf die Grundmauern abgebrannt sind. So geht das jedes Jahr in Spanien in der Waldbrandsaison von Juli bis Ende September. Tausende Hektar Wald stehen in Flammen, der Grund: Monokultur, schlechter Brandschutz und unzureichend ausgebildete Brandschutztruppen, wie die Laienfeuerwehrleute in Spanien genannt werden.

    Ute Brucker und Edith Lange folgen in der Region um Guadalajara einer Brigade der Brandschutztruppe von Cogolludo beim Training und der Brandbekämpfung. Leiter des Trupps von Arbeitslosen, jungen Bauern und Rentnern ist der 60-jährige Julio Martinez. Er ist erst seit dem vergangen Jahr der Chef, hat diesen Platz von seinem Sohn übernommen, der im Sommer zusammen mit zehn Kameraden in den Flammen umkam. Trotz solcher Freiwilligen können die beiden Länder der Feuer aus eigener Kraft nicht Herr werden.

    Spanien und Portugal baten in diesen Tagen Frankreich und Italien, Löschflugzeuge zu schicken. Doch vieles deutet darauf hin, dass auch die Brände in diesem Jahr wieder ähnlich verheerende Folgen haben werden wie die im vergangenen. Der Film beleuchtet die Hintergründe, warum es immer mehr Brände auf der iberischen Halbinsel gibt. Er zeigt auf, dass die Waldbrandgefahr fast immer menschengemacht ist – und die sind alles andere als einsichtig. Eine vielseitige Analyse, die mit betroffenen Menschen nach den Ursachen für die verheerenden Feuer in Spanien und Portugal sucht.

    Mittwoch, 23.08.2006: Spiele der Welt – Pelota in Spanien

    14:15 – 14:45 Uhr: HR

    Die Basken sprechen nicht nur die älteste Sprache, sie spielen auch das schnellste Ballspiel der Welt. So sehen es zumindest die Basken. Pelota, ihr Volkssport, ist hierzulande ebenso wenig bekannt wie die zahlreichen Facetten der Volkskultur, die sich bis heute im Baskenland erhalten haben. So wie die Sprache je nach Region sehr unterschiedlich klingt, so hat auch beim Pelota jedes Landesgebiet seine eigene Variante.

    Donnerstag, 31.08.2006: Der Himmel über Europa – Spanien

    20:15 – 20:40 Uhr: arte

    Der neunte Teil der zehnteiligen Dokumentationsreihe zeigt die Sagrada Familia in Barcelona, die Kathedrale von Córdoba sowie Ronda, den Geburtsort des Stierkampfs.

    (1) Hinter den Kulissen der Sagrada Familia:

    Das Wahrzeichen Barcelonas ist eine ewige Baustelle. Seit mehr als 120 Jahren wird an der höchsten Kirche der Welt gearbeitet. Chefarchitekt Jordi Bonet führt durch das Bauwerk.

    (2) Die Moschee-Kathedrale von Córdoba:

    In Córdoba lebten 800 Jahre lang Angehörige der drei monotheistischen Religionen eng zusammen. Die Moschee-Kathedrale entstand mitten in ‚la Judería‘, dem jüdischen Viertel der Stadt. Die Moslems waren die ersten, die die Anwesenheit der Juden duldeten und ihnen die Ausübung ihrer Religion gestatteten.

    (3): Ronda, der Geburtsort des Stierkampfs:

    Bereits im Mittelalter wurden auf dem Viehmarkt von Ronda Stiere verkauft, mit denen die Ritter sich im Kampf übten und dabei ihre Geschicklichkeit zur Schau stellten. Im 18. Jahrhundert wurde die Arena von Ronda gebaut. Zugleich löste der Stierkampf zu Fuß den Kampf zu Pferd ab, und es entwickelten sich die bis heute gültigen Regeln für die Corrida. Ursprünglich wurden die durch die Kämpfe gefährlich aggressiv gewordenen Stiere geschlachtet und ihr Fleisch an die Armen verteilt. So begann die Verwendung von Stierfleisch in der spanischen Küche.

    Sonntag, 03.09.2006: Erlebnisreisen-Tipp Spanien – Galicien, Andalusien und die Kanaren

    02:10 – 02:30 Uhr: WDR

    Reisetipps durch Spanien – Galicien, Andalusien und die Kanaren.

    Mittwoch, 13.09.2006: Spiele der Welt – Menschenpyramiden in Spanien

    12:00 – 12:30 Uhr: HR

    Wie ein Donnerschlag dröhnt das Feuerwerk durch die Stadt, die alten Mauern zittern, die Menschen jubeln. Die ‚Festa major‘, das Fest zu Ehren des Schutzpatrons, beginnt. Selbst in den entlegensten Winkeln und Ecken Kataloniens knallt und pfeift es, wenn die Prozessionen durch Gassen und Straßen ziehen. Für die Katalanen sind Dorffest und Castells Zeichen ihrer Identität, wie die eigene Sprache, die sie sorgsam pflegen.

    Donnerstag, 21.09.2006: Al Andaluz – Auf den Spuren der Mauren von Marokko nach Spanien

    6:15 – 6:45 Uhr: Phoenix

    Auf den Spuren der Mauren von Marokko nach Spanien.

    Dienstag, 26.09: Majestät! Der gemachte König Juan Carlos von Spanien

    20:15 – 21:00 Uhr: ZDF

    Am 23. Februar 1981 hallte um 18.23 Uhr ein Schrei im Plenarsaal des Parlaments: ‚Nieder auf den Boden!‘ Der Mann in Uniform, Oberstleutnant Antonio Tejero, zückte eine Pistole und schoss in die Decke des ehrwürdigen Saales. Die anwesenden Parlamentarier nahm er als Geiseln. Die Nachricht vom Putsch der Franco-Anhänger erreichte König Juan Carlos in der Zarzuela, seinem Palast am Rande von Madrid. ‚Die Anspannung war so groß‘, schreibt sein Biograph José Oneto, ‚dass der König in Tränen ausbrach‘.

    Juan Carlos, der Oberbefehlshaber der Armee, reagierte prompt. Nachdem er sich der Loyalität der Armee versichert hatte, wandte er sich an die Putschisten: ‚Weder danke ich ab noch gehe ich. Ihr müsst mich schon erschießen.‘ Sein Einsatz für die Demokratie zeigte Wirkung: Die Parlamentsbesetzer gaben auf. Juan Carlos hatte Spanien die Freiheit gesichert. Dabei war dieser Mann erst wenige Jahre vor dem Militärputsch von Diktator Franco als König eingesetzt worden. Es gab Befürchtungen, er sei nur der ‚Ziehsohn‘ des rigiden Generals, dessen Erbe er weiterführen sollte.

    Schon im Alter von zehn Jahren war Juan Carlos von seinen Eltern getrennt worden. Während die königliche Familie im portugiesischen Exil bleiben musste, lebte der Kronprinz allein in Madrid unter der Kontrolle des Caudillo. In dem Maße, in dem Franco Einfluss auf seine Erziehung nahm, verschlechterte sich das Verhältnis zum Vater. Auch der tragische Tod von Juan Carlos jüngerem Bruder Alfonso belastete die Familienbande schwer: Beim Spielen mit einer der väterlichen Waffen hatte sich bei Juan Carlos ein Schuss gelöst, der den jüngeren Bruder in die Stirn traf.

    Heute ist der König von Spanien Vater von drei erwachsenen Kindern und stolzer Großvater. Streng nach der ‚Carta Magna‘ der Monarchie wird sein Sohn Felipe einmal Thronfolger werden. Nach zahlreichen Affären hatte der Kronprinz 2004 die Fernsehmoderatorin Letizia Ortiz vor den Traualtar geführt und damit viele Konventionen gesprengt, denn die Braut war bürgerlich und überdies geschieden.

    Quellen

    http://www.3sat.de
    http://www.arte-tv.com
    http://www.br-online.de
    http://www.hr-online.de
    http://www.rbb-online.de
    http://www.sf.tv
    http://www.swr.de
    http://tv.orf.at
    http://www.vox.de
    http://www.wdr.de

    Spanien-ABC
    Author: Spanien-ABC

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