Start in die Jagdsaison mit neuem Gesetz

In Spanien ist seit dem 12.Oktober die Jagdsaison eröffnet, die noch bis zum 4.Dezember andauert. Mit Beginn der diesjährigen Saison gilt es einige Neuregelungen zu beachten. Ein neues Gesetz, das die Reviere schonen soll, ist in Kraft getreten. So ist es inzwischen beispielsweise verboten, vergiftete Köder und Fangeisen zu nutzen und Verstöße werden mit hohen Geldstrafen geahndet. Darüber hinaus ist festgelegt worden, dass ein Teil des Geldes, das durch die Jagd umgesetzt wird, in den Umwelt- und Artenschutz zurückfließen soll.

Die Jagd ist in Spanien ein Sport mit einer langen Tradition und zugleich ein einträglicher Wirtschaftszweig Allein in der Region Valencia werden durch die Jagd pro Jahr schätzungsweise 150 Millionen Euro umgesetzt. Im Dachverband der spanischen Jäger, der Real Federación Española de Caza, sind über eine Million Jäger organisiert (zum Vergleich: in Deutschland sind 340.000 Jäger gemeldet). Grundsätzlich hat jeder Spanier das Recht zu jagen, nur wenige Regionen (z.B. Andalusien) schreiben eine Jägerprüfung vor.

Bei den Umweltschützern stößt diese Jagdbegeisterung allerdings auf Unverständnis, von ihnen wird der Jagdsport als ein primitives Vergnügen ohne jeglichen gesellschaftlichen Nutzen kritisiert. Zudem müsse die Natur sich selbst im Gleichgewicht halten. Eingriffe durch den Menschen seien nur in solchen Regionen erforderlich, wo Überpopulationen nicht-einheimischer Tiere zu verzeichnen sind.

27.10.2005
Anne Griep

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