Andalusien Informationen und Wissenswertes zusammengefasst auf einer Seite  Sicher gehört die südlichste Region in Spanien zu den beliebtesten Ferienregionen der ganzen Iberischen Halbinsel. Ein Urlaub in Andalusien ist immer eine interessante Exkursion in die Vergangenheit. Woher kommt der Name Andalusien?

    Es gibt einige Erklärungen, Hypothesen und Deutungen. Eine davon besagt Meinung des spanischen Historikers Vallve, dass der Name auf eine Arabisierung der Bezeichnung Atlantis zurückzuführen sei. Eine wirklich interessante These. Sicher ist nur, dass der Name al-Andalus als Bezeichnung für den gesamten maurischen Herrschaftsbereich auf der iberischen Halbinsel erstmal 715/717 auf einer bilingualen Münze auftaucht.

    Spaniens südlichste Festlandsregion Andalusien ist rund 87.000 Quadratkilometer groß, erstreckt sich vom Atlantik zum Mittelmeer und ist nur durch die Meerenge von Gibraltar vom afrikanischen Kontinent getrennt. Mit rund 6,8 Millionen Einwohnern ist sie die bevölkerungsreichste autonome Comunidad Spaniens.

    Die Besiedlungsdichte liegt mit 78 Einwohnern je Quadratkilometer knapp über dem nationalen Mittel.Dem Besucher bietet Andalusien weit mehr als Mittelmeerküste und jene Kulturschätze des touristischen Dreiecks Sevilla, Cordoba, Granada

    Andalusien Informationen und Wissenswertes

    Die Sprache

    Wenn Sie der spanischen Sprache mächtig sind, werden sie feststellen, dass in Andalusien ein spanischer Dialekt gesprochen wird, der sich phonetisch erheblich von der spanischen Standardvarietät des Spanischen unterscheidet. Selbst für Spanier aus anderen Regionen ist dieser Dialekt ungewöhnlich. Sie werden feststellen, dass der Buchstabe „s“ oder „d“ in der Mitte oder am Ende des Wortes verschluckt wird.

    Es heißt also, um ein simples Beispiel anzuführen im andalusischen Dialekt nicht dos , sondern do, oder nicht tres sondern tre usw. Also durchaus etwas gewöhnungsbedürftig.

    Die Geschichte

    Durch die römische Herrschaft in Hispanien, waren die Araber gezwungen, die lateinische Sprache zu erlernen, was ihnen wohl auch schnell gelang. Die römischen Legionäre und die stationierten Truppen liebten es natürlich im warmen Süden zu überwintern. Die Gegend um den Guadalquivir ist äußerst fruchtbar, was bedeutete, dass dort zahlreiche römischer Niederlassungen gegründet wurden.

    Es entwickelten sich ebenfalls viele Städte nach römischen Vorbild. Die Römer urbanisierten und kultivierten diesen Landstrich. Sie richteten Schifffahrtswege über Flüsse und Meereshäfen ein und bauten ein überregionales, befestigtes Straßennetz. Das Christentum fasste hier ab dem 4. Jahrhundert Fuß. Ab dem 5. Jh. fielen die Vandalen ein. Nach der Mitte des 5. Jh. kamen die Westgoten. Im 6. Jh. wurden Teile Andalusiens von den Oströmern besetzt, die sich zu Beginn des 7. Jh. zurückziehen mussten.

    Dann, im Jahre 711 überschritten die Mauren die Meerenge – und binnen weniger Jahre, war das Westgotenreich von den Mauren erobert.

    Die Wirtschaft

    Prägend für die Wirtschaft in Andalusien, sind die Bereiche: Landwirtschaft, Viehzucht und Forstwirtschaft. Getreide und Sonnenblumen werden besonders im Tal des Guadalquivir angebaut, sowie auf den Hochebenen von Granada und Almeria. Ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist ebenfalls die Zucht von Stieren, die dann in den diversen Arenen in Spanien zum Einsatz kommen – Leider immer noch.

    Kampfstiere Stierkampf Andalusien

    Kampfstiere sind leider ein großer Wirtschaftsfaktor, nach wie vor. Diese großen, mächtigen, schönen Tiere auf den Weiden zu beobachten ist ein wahres Vergnügen und eine Augenweide. Man darf dabei leider nicht an ihr bitteres Ende denken. Eines ist allerdings anzumerken. Den teuren und kostbaren Kampfstieren geht es prächtig! Sie grasen auf grünen Weiden, werden gehegt und gepflegt.

    Agrarwirtschaft – Anbau – Viehzucht

    Natürlich spielt auch hier der Olivenbaum, wie in vielen anderen Regionen Spaniens auch, eine große Rolle. In erster Linie sind große Vorkommen um Cordoba und Jaen zu finden. Weiterhin finden Sie in der Nähe von Granada und Almeria große Mandelbaum-Plantagen, sowie in der Gegend von Marco de Jerez, El Condado de Huelva und um Malaga den berühmten Weinanbau Andalusiens.

    In den letzten Jahren haben sich die Landwirte immer mehr auf die ökologische Landwirtschaft umgestellt. Diese Entscheidung trägt wohl mehr und mehr Früchte. Die Landwirte exportieren mittlerweile nicht nur ihre Waren in europäische Ländern, sondern die Nachfrage in Spanien selbst, wird ständig größer und größer.

    Die klassische Jagd, die zur Ernährung und zur Erlangung von Lebensmitteln diente, hat ihren Stellenwert verloren. Sie mutierte zu reiner Freizeitaktivität. Noch heute bestehen 50 % des gesamten andalusischen Territoriums aus Wald. Diese Flächen sind wichtig für das Land und haben vor allen anderen , die Bedeutung, den Boden zu binden und das Wasser zu regulieren. Natürlich wird das Holz auch wirtschaftlich genutzt. In erster Linie werden Eukalyptus, Pappel und Korkeiche verarbeitet.

    Fischerei

    Die Fischereiflotte Andalusiens ist die zweitgrößte Spaniens . Die Nummer eins dieser traditionellen Tätigkeit ist nach wie vor Galicien. Leider wurden viele Jahre die Bestimmungen gegen das Schleppnetzfischen ignoriert, die Verschmutzung der Küstengebiete und damit verbundene Zerstörung der Lebensräume durch Baumaßnahmen Bau von Sporthäfen, Änderungen im Mündungsverlauf der Flüsse haben zu Fischmangel und Überfischung geführt.

    Andalusien Fisch

    Das wiederum hat zu einer permanenten Krise der Fischerei in Andalusien geführt. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, entwickeln sich die Aquakultur und die Fischzuchtanlagen in rasantem Tempo.

    Infrastruktur

    Eisenbahn

    Das Eisenbahnnetz der RENFE ist wie in den meisten Regionen Spaniens nicht sehr dicht, verbindet aber alle wichtigen Städte. Seit 1992 ist die normalspurige 1435 mm Schnellfahrstrecke Madrid-Sevilla in Betrieb, seit Ende 2007 von ihr abzweigend die Schnellfahrstrecke Cordoba-Malaga Flughäfen

    Im Jahr 2009 besitzt Andalusien sechs Flughäfen, fünf davon internationale Flughäfen. Es existiert ein Vorhaben, noch einen Flughafen in Huelva zu bauen. Er wird Flughafen von Antequera heißen und vor allem als Privatflughafen dienen. Der Luftverkehr konzentriert sich auf den Flughafen Malaga

    Flughafen Malaga
    Flughafen Sevilla
    Flughafen Granada-Jaen
    Flughafen Jerez de la Frontera
    Flughafen Almeria
    Flughafen Cordoba

    Andalusien – Städte & Küsten: Costa del Sol und Costa de la Luz

    Der Tourismus Unverändert zählt Andalusien zu den am stärksten frequentierten Tourismusregionen. Die meisten Touristen reisen mit dem Flugzeug an. Je nachdem , welche Vorstellungen Urlauber von ihren Reiseziel haben, können sie in Andalusien wählen und nach Gusto entscheiden. So bevölkern die Badetouristen in erster Linie die Küsten um das Mittelmeer und die Region der Costa del Sol.

    Bade und Surftouristen zieht es an die Atlantikküste, an die Costa de la Luz. Sightseeing Touristen dagegen bevorzugen die historisch wichtigen Orte, wie Cordoba und Granada oder wandeln auf den Spuren Ernest Hemingways durch Ronda. Nicht zu vergessen, die wunderschöne und geschichtsträchtige Stadt Sevilla.

    Author: Spanien-ABC

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